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Vor Wohnungseinbrüchen schützen: Das kannst Du tun! 

Wusstest du, dass es in Deutschland alleine im letzten Jahr 167.136 Einbrüche gab? Das bedeutet, pro Tag werden in circa 458 deutschen Haushalten Türen aufgebrochen, Fenster eingeschlagen und Schränke durchwühlt.

Die Schäden sind immens – nicht nur, was die materiellen Verluste betrifft, sondern vor allem auch die psychischen Belastungen und die Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls, die mit einem Einbruch einhergehen.

Die Polizei prognostiziert, dass die Anzahl der Wohnungseinbrüche in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird – und rät dringend dazu, sich ausreichend gegen Einbrüche zu sichern. Wir geben dir Tipps, mit welchen – zum Teil einfachen – Maßnahmen du dich und deine Wohnung schützen kannst.

Den Einbrechern das Leben schwer machen

Wer denkt, dass Einbrecher vor allem große Villen bevorzugen, der irrt gewaltig – denn diese sind in der Regel viel zu gut gesichert. Die meisten Einbrüche geschehen in ganz gewöhnlichen Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Normalerweise verschaffen sich die Einbrecher über die Fenster und Türen im Erdgeschoss Zutritt, aber auch die erste Etage ist für die Täter in der Regel keine große Barriere.

Machen wir uns nichts vor: Wenn ein Einbrecher in ein Haus rein will, dann schafft er das für gewöhnlich auch. Allerdings muss er dafür im besten Fall viel Lärm machen oder aber viel Geduld benötigen.

Lärm kann sich der Täter in den wenigsten Fällen aufgrund der direkten Nachbarschaft erlauben und viel Zeit will er auch nicht verlieren, um das Risiko, ertappt zu werden, nicht unnötig zu erhöhen. Deshalb ist es wichtig, den Einbrechern mit einigen kleinen Maßnahmen das Leben schwer zu machen.

Laut der Polizei gibt rund ein Drittel der Einbrecher auf, sobald sie auf beschwerte Bedingungen treffen – für diese solltest du also unbedingt sorgen! Die wichtigste Regel lautet immer: Niemals die Fenster offen lassen, wenn du das Haus verlässt.

Gekippte Fenster sind offene Fenster – und für einen geübten Einbrecher ein Kinderspiel. Außerdem solltest du immer die Haustür abschließen, selbst wenn du nur kurz zum Einkaufen fährst. Ein bedeutender Schutz sind außerdem heruntergelassene Rollläden. Selbst wenn die Rollläden nicht extra einbruchshemmend sind, macht es doch großen Lärm, diese aufzubrechen – und dieses Risiko gehen die wenigsten Einbrecher ein. Sorge außerdem dafür, dass die Einbrecher nicht ins Obergeschoss kommen.

Frei zugängliche Mülltonnen und Leitern sowie Rankgitter an der Hauswand sind willkommene Hilfsmittel für jeden Einbrecher und sollten vermieden werden.

Türen und Fenster ausreichend sichern

Besonders wichtig ist es, dass deine Türen und Fenster mechanisch gut gesichert sind und nicht schon beim ersten Versuch mit dem Schraubenzieher aufgehen. Fenster und Balkontüren mit so genannten Pilzkopfzapfen und zusätzlichen Beschlägen  lassen sich nicht so leicht aus den Angeln heben.

Noch besser ist es, wenn die Fenstergriffe zusätzlich mit einem Schlüssel verschließbar sind. Achte darauf, den Schlüssel abzuziehen, wenn du aus dem Haus gehst, so dass der Einbrecher auch nicht daran gelangen kann, nachdem er die Scheibe eingeschlagen hat (je mehr Glas er zersplittern muss, desto mehr Lärm muss er machen!).

Haustüren sollten möglichst schwer und aus Vollholz sein. Damit sie nicht so schnell mit einer Brechstange oder einem großen Schraubendreher aufgehebelt werden können, ist es von Vorteil, wenn die Schließbleche so lang sind, dass sie tief im Mauerwerk der Türöffnung verankert sind.

Empfehlenswert ist es deshalb, immer beim Abschließen der Haustür den Schlüssel zweimal herumzudrehen. Große Türbeschläge, die den Schließzylinder abdecken, sorgen zusätzlich dafür, dass aufgeböhrte Schlösser nicht einfach aus der Tür herausgezogen werden können.

Ein weiterer, sicherer Schutz ist ein zusätzliches Querriegelschloss, dessen Schließkasten fest im Mauerwerk verankert und circa 30 cm unter dem Hauptschloss befestigt sein sollte. Eine weitere gute Vorsichtsmaßnahme – vor allem auch für Kinder –  sind übrigens Türspione – so sieht man bereits vor dem Öffnen der Wohnungstür, wer geklingelt hat und kann entscheiden, ob man die Tür wirklich öffnen möchte.

Finanzielle Unterstützung beim Einbruchschutz

Am sinnvollsten ist es natürlich, schon beim Hausbau auf maximale Sicherheit zu achten, denn in diesem Fall ist der Aufpreis relativ überschaubar. Ebenfalls unproblematisch, aber mit höheren Kosten verbunden, ist die spätere Nachrüstung von einbruchshemmenden Fenstern und Türen. Du kannst dir deinen Einbruchsschutz auch staatlich fördern lassen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst den Einbau von einbruchshemmenden Türen, Fenstern, Rollläden und Gittern mit mindestens 200 Euro bis maximal 1.500 Euro.

Voraussetzung dafür ist zum einen der Einbau von zertifizierten Fenstern und Türen durch eine Fachfirma, zum anderen muss der Mindestinvestitionsbetrag für alle Maßnahmen bei 2.000 Euro liegen – dazu zählen aber sowohl die Materialkosten als auch die Handwerkerleistungen.

Alarm machen

Kaum etwas ist auffälliger als Lärm und deshalb ist eine Alarmanlage eine sehr gute Investition gegen Einbrecher. Die Sirene, die im Falle eines Einbruches oder auch nur eines Einbruchversuchs ausgelöst wird, alarmiert Bewohner und Nachbarn und vertreibt im besten Fall die Einbrecher.

Die meisten Alarmanlagen arbeiten heutzutage mit Funktechnik: Sensoren an Türen und Fenstern melden die Gefahr unmittelbar an die Alarmzentrale, die dann den Alarm auslöst und eventuell Kameras und Bewegungsmelder aktiviert.

Viele der so genannten Einbruch- und Überfallmeldeanlagen melden den Einbruch bei Bedarf automatisch an einen Sicherheitsdienst – das verschafft natürlich ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit, kostet dich aber auch eine monatliche Gebühr.

Je nachdem, ob du eine Fachfirma mit dem Einbau beauftragst oder ob du selber die Installation übernimmst und natürlich auch stark abhängig von der Leistung der Alarmanlage, variieren die Kosten der Anschaffung. Eine ganz einfache Alarmanlage (ohne Montagekosten und ohne die Gebühr für den Sicherheitsdienst) gibt es bereits ab circa 300 Euro.

Du solltest aber unbedingt darauf achten, dass die Anlage vom unabhängigen Prüfinstitut VdS zertifiziert ist. Auch beim Kauf der Alarmanlage kannst du dich in bestimmten Fällen mit bis zu 1.500 Euro von der KfW-Bank bezuschussen lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass du für den Einbau eine Fachfirma beauftragst.

Eine sehr preisgünstige Alternative ist übrigens ein Türstopper mit Alarmsignal. Dieser ist besonders für Mehrfamilienhäuser in den oberen Etagen zu empfehlen. Hier kann sich ein Einbrecher nämlich in der Regel nur über die Eingangstür Zutritt in die Wohnung verschaffen. Wird die Tür geöffnet, aktiviert sie das Alarmsignal – und der Täter wird durch das laute Geräusch schnell abgeschreckt.

Licht erschwert Einbrechern das Leben

Kein Einbrecher möchte gesehen und auf frischer Tat ertappt werden. Sorge deshalb dafür, dass es rund um dein Haus ausreichend hell ist. Beleuchtung an den Türen und Bewegungsmelder in deinem Garten und an den Hauswänden sind ein wirkungsvoller Schutz gegen Einbrecher.

Viele Menschen setzen hohe Hecken und Sichtschutzzäune um ihren Garten, um sich vor neugierigen Blicken der Nachbarn zu schützen. Was gut für die Privatsphäre ist, ist leider auch gut für die Einbrecher.

Deshalb stelle bei der Bepflanzung deines Gartens sicher, dass sie nicht ganz lückenlos ist, sondern dass Einbrecher schon mit der Gefahr rechnen müssen, entdeckt zu werden. Gerade wenn dein Garten an eine offene Wiese, einen Weg oder an einen Wald grenzt, sollten die Seiten zu den Nachbarn relativ offen bleiben.

Einbrecher abschrecken – mit dem richtigen Zubehör

Wenn es draußen früher dunkel wird, beginnt für die Einbrecher die Hochsaison. Denn anders als viele vermuten, finden die meisten Einbrüche tagsüber statt. Der Grund ist ganz einfach: Die Einbrecher wollen beim Einbruch nicht gestört werden und nutzen die Zeit, wenn die Hausbewohner bei der Arbeit oder beim Einkaufen sind.

In der Dämmerung oder bei schlechtem Wetter gehen sie ein noch geringeres Risiko ein, denn die schlechte Sicht erleichtert es ihnen, unerkannt zu bleiben. Ein weiterer Zeitraum, der prädestiniert für Einbrüche ist, ist die Ferienzeit. Deshalb ist es wichtig, dass dein Haus oder deine Wohnung niemals verlassen aussehen.

Bitte Nachbarn darum, während deines Urlaubs regelmäßig den Briefkasten zu leeren, und denke daran, dein Zeitungsabo für die Zeit deiner Abwesenheit abzubestellen. Weitere Möglichkeiten sind Zeitschaltuhren für Lampen und Rollläden (natürlich kannst du auch deinen Nachbarn darum bitten, abends die Rollläden herunter zu lassen).

Besonders beliebt und gar nicht teuer sind auch TV-Simulatoren zur Einbrecher-Abschreckung. Diese Lampen wechseln flimmernd das Licht und erzeugen so den Eindruck, dass der Fernseher angeschaltet und jemand anwesend ist. Weitere günstige Alternativen, die zur Abschreckung dienen, sind Kamera– und Alarmanlagen-Attrappen oder auch elektronisches Hundegebell.

Achtsamkeit unter Nachbarn

Aufmerksame Nachbarn sind ein sehr guter Schutz gegen Einbrecher. Informiere deine Nachbarn darüber, wenn du in den Urlaub fährst, damit sie ein Auge auf dein Haus bzw. deine Wohnung haben.

Es ist auch immer gut, wenn deine Nachbarn deinen Tagesrhythmus und deine Arbeitszeiten kennen – so sind sie sofort alarmiert, wenn sie aus deiner Wohnung Geräusche hören, obwohl du nicht vor Ort sein kannst.

Informiert euch gegenseitig darüber, wenn ihr verdächtige Personen in eurer Nachbarschaft entdeckt oder wenn ihr von Einbrüchen in der nahen Umgebung hört.

Einbrecher im Haus – Wie verhalte ich mich richtig?

Für die meisten ist es eine absolute Horrorvorstellung: Du bist im Haus und hörst, dass sich Einbrecher in deinem Haus befinden. Mache dir bewusst, dass die Täter in der Regel nicht auf eine Konfrontation aus sind. Du solltest deshalb unbedingt lautstark und mit Licht auf dich aufmerksam machen.

Schließe dich in einem der Zimmer ein oder verlasse, wenn möglich, das Haus und rufe die Polizei. Auf keinen Fall solltest du versuchen, den Dieb zu stellen. Denke daran, dass der Einbrecher mit Sicherheit ein Werkzeug dabei hat und dieses in seiner Panik als Waffe gegen dich einsetzen kann.

Mach es dem Einbrecher so leicht wie möglich, das Haus zu verlassen, das heißt, du solltest ihm auf keinen Fall den Fluchtweg versperren und ihn auch nicht verfolgen.

Wenn du beim Betreten deines Hauses bemerkst, dass sich ein Dieb in deinen vier Wänden aufhält, verlasse deine Wohnung schnellstmöglich und rufe die Polizei. Die Wohnung solltest du erst wieder im Beisein der Polizei betreten, um mögliche Spuren nicht zu verwischen.

Sicherheitsbewusstes Verhalten ist das A und O

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neben der einbruchshemmenden Sicherheitstechnik vor allem ein aufmerksames, sicherheitsbewusstes Verhalten der beste Schutz gegen Einbrüche ist. Dazu gehören ein paar simple Regeln:

  • Denke immer daran, Türen und Fenster zu verschließen, wenn du das Haus verlässt.
  • Mit Schlüsseln solltest du besonders sorgsam umgehen: Verstecke niemals einen Ersatzschlüssel im Garten und lasse das Schloss austauschen, wenn du einen Schlüssel verloren hast.
  • Sei aufmerksam und informiere Nachbarn über deine Abwesenheit oder wenn du auffällige Personen bemerkt hast.
  • Vermeide es, Fremden gegenüber zu erwähnen, wann du in den Urlaub fährst. Weder dein Anrufbeantworter, noch deine automatische Abwesenheitsbenachrichtigung in deinem privaten Mailaccount sollten verraten, dass und für wie lange du im Urlaub bist. Eine besondere Gefahr geht von den sozialen Netzwerken aus – niemals solltest du auf Facebook & Co. Grüße aus dem Urlaub posten.
  • Lasse nachts deine Rolläden herunter.
  • Erwecke mithilfe von Zeitschaltuhren, TV-Simulatoren und Co. immer den Eindruck, dein Haus oder deine Wohnung seien bewohnt.
  • Stelle sicher, dass dein Briefkasten während deines Urlaubs regelmäßig geleert wird.
  • Sorge mit Bewegungsmeldern und Außenlampen für eine ausreichende Beleuchtung rund um dein Haus.

Mithilfe dieser Verhaltensweisen kannst du den Einbrechern den Zutritt in deine Wohnung deutlich erschweren – und so dafür sorgen, dass sie sich höchstwahrscheinlich ein anderes, leichter zugängliches Objekt auswählen werden.

Außerdem können schon diese kleinen Maßnahmen für ein größeres Sicherheitsgefühl und mehr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgen. Und solltest du doch einmal etwas auffällig finden, dann scheue dich nicht, die Polizei anzurufen und sie über deinen Verdacht zu informieren.

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