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Umzugsurlaub: Wann lohnt es sich? Alle Fakten, die Du dazu wissen musst

Ein Umzug ist ziemlich zeitaufwendig: Neben dem Packen der Umzugskartons, dem Transport des gesamten Hab und Guts und dem Möbelab– und aufbau, kommen Renovierungen und Behördengänge zwecks Ummeldungen auf dich zu.

fashion-person-woman-girlBesonders Berufstätige haben oft zeitliche Probleme, alle anfallenden Arbeiten allein in den Abendstunden und an den Wochenenden zu bewältigen.

Die einzige Lösung lautet deshalb häufig: Umzugsurlaub!

Doch gibt es vielleicht sogar bezahlten Sonderurlaub für den Umzug, rechnet sich so ein Umzugstag finanziell und wie könnte man einen Urlaubstag vermeiden?

Kein gesetzlicher Anspruch auf Sonderurlaub für den Umzug

Auch wenn sich Gerüchte bei diesem Thema schnell verbreiten und deshalb viele glauben, dass sie einen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub haben, so stimmt das leider nicht. Weder das Bundesurlaubsgesetz noch das Bürgerliche Gesetzbuch sieht einen Sonderurlaub aufgrund eines Umzugs vor.

Bezahlter Sonderurlaub wird laut Gesetz nur genehmigt, wenn der Arbeitnehmer aus persönlichen Gründen „unverschuldet und für verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ an seiner Arbeit gehindert wird – das ist zum Beispiel der Fall bei der Geburt des eigenen Kindes, bei einem Todesfall im engsten Familienkreis oder wenn das eigene Kind krank ist. Ein Umzug gehört aber nicht dazu.

Doch auch wenn das Gesetz nicht auf deiner Seite steht, hast du gute Chancen, auf einen bezahlten Urlaubstag.

Sonderurlaub bei betriebsbedingtem Umzug

Die größte Aussicht auf Erfolg hast du, wenn du betriebsbedingt umziehen musst. Wirst du an einen anderen Standort versetzt oder musst du aufgrund einer Standortverlegung des gesamten Unternehmens umziehen, so wird dir in der Regel mindestens ein Tag bezahlter Sonderurlaub gewährt.

Doch auch wenn dein Umzug persönliche Gründe hat, ist es gut möglich, dass dir ein Tag Umzugsurlaub zusteht. Wirf einen Blick in deinen Arbeitsvertrag, die Betriebsvereinbarung oder den geltenden Tarifvertrag – vielleicht findest du hier einen Hinweis darauf, wie das in deiner Firma geregelt wird.

Sollte in den Verträgen nichts zu dem Thema stehen, ist es eine gute Möglichkeit, sich im Kollegium umzuhören, den Betriebsrat zu fragen oder ganz direkt das offene Gespräch mit dem Chef zu suchen.

Wie überzeugst du deinen Chef vom Sonderurlaub?

Natürlich steigen deine Chancen auf bezahlten Sonderurlaub, wenn du ein gutes Verhältnis zu deinem Chef hast.

Eine lange Betriebszugehörigkeit und eine hohe Leistungsbereitschaft deinerseits sind weitere gute Argumente für die Genehmigung deines Umzugsurlaubs.

Dein Chef ist sicherlich auch schon einige Male umgezogen – erinnere ihn daran, wie schwierig es ist, den Umzug ohne Urlaub über die Bühne zu bringen.

Frag ihn ganz freundlich und offen, ob du für deinen Umzug Sonderurlaub bekommen könntest. Ein strategischer Trick ist es, direkt nach zwei Tagen zu fragen – oftmals bekommt man dann als Kompromiss immerhin einen Tag bewilligt.

Ein weiterer Tipp ist es, dem Chef Verschwiegenheit gegenüber den Kollegen zu versichern. Damit nimmst du deinem Vorgesetzten die Angst, dass er mit deiner Urlaubsgenehmigung direkt eine ganze Lawine ins Rollen bringt.

Besonders wichtig ist es, den Chef rechtzeitig um Urlaub zu bitten – so hat er die Möglichkeit, Dienstpläne und Arbeitseinteilungen zu deinen Gunsten zu verändern. Wenn dein Vorgesetzter zeitig über deinen Umzug informiert ist, lässt er dich je nach Auftragslage vielleicht schon einmal etwas eher gehen oder erlaubt dir, einige Erledigungen wie z.B. Ummeldungen während deiner Arbeitszeit auszuführen.

Natürlich ist es immer ratsam, ihm im Gegenzug auch ein wenig entgegenzukommen. Wenn es dir möglich ist, kannst du anbieten, schon etwas vorzuarbeiten oder die liegen gebliebenen Arbeiten nach deinem Umzug nachzuholen.

Brückentage für den Umzug nutzen

Sollte dir dein Chef trotz aller Argumente keinen Sonderurlaub genehmigen, so hast du selbstverständlich Anspruch auf einen gewöhnlichen Urlaubstag. Die Urlaubstage sind knapp und natürlich würde man seinen Urlaub lieber zur Erholung als für einen stressigen Umzug nutzen.

Dennoch rechnet es sich in den meisten Fällen, einen Tag Urlaub für den Umzug zu opfern. Eine geschickte Möglichkeit ist es, dafür einen Brückentag auszuwählen.

Wirf einen Blick in den Kalender und schau, ob die Feiertage in diesem Jahr so liegen, dass du deinen Umzug an einem verlängerten Wochenende schaffen kannst. Damit sparst du Urlaubstage, hast aber dennoch mehrere Tage für deinen Umzug Zeit. Die Brückentage sind in der Regel bei allen Mitarbeitern sehr begehrt – reiche den Urlaubsantrag also frühzeitig ein.

Ist dein Urlaubstag genehmigt, frage im Freundeskreis nach – du hast sicherlich gute Chancen, dass einige deiner Freunde sich auch den Brückentag freigenommen haben und dich deshalb bei deinem Umzug unterstützen können.

Umzugsunternehmen sind werktags deutlich preiswerter

Es spricht vieles dafür, den Umzug nicht (nur) am Wochenende durchzuführen. Wenn du mithilfe eines professionellen Umzugsunternehmens umziehen möchtest, kannst du enorm sparen, wenn du deinen Umzugstag nicht aufs Wochenende verlegst.

Da die meisten Menschen samstags oder sonntags umziehen, verlangen die Speditionen hierfür deutlich höhere Preise als montags bis freitags.

Vor allem für die Arbeit am Sonntag fordern viele Umzugsfirmen Wochenendzuschläge. Da die Firmen an den Wochenenden gut gebucht sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du bei einem Wohnungswechsel unter der Woche an deinem Wunschdatum und mit der Spedition deiner Wahl umziehen kannst.

Günstigere Konditionen bei Autovermittlungen

IMG_3496bfreeWenn du in Eigenregie umziehen möchtest und dir dafür einen Transporter ausleihen willst, kannst du deine Umzugskosten deutlich senken, wenn du werktags umziehst.

Da die Nachfrage der Kundschaft für die begehrten Wochenende-Termine größer ist, steigen samstags und sonntags dementsprechend die Mietpreise für die Autos.

Unter der Woche hingegen haben die Autovermietungen Probleme, ihre Auftragsbücher zu füllen und locken mit speziellen Sonderkonditionen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Auswahl an verfügbaren Autos größer ist, da es nicht so viele Kunden gibt.

Während du am Wochenende manchmal Pech hast und der Transporter, der für dein Umzugsgut ideal wäre, schon anderweitig vergeben ist, kannst du werktags in der Regel frei wählen.

Vorteile eines Umzugs am Werktag

Neben den günstigeren Konditionen für Umzugsunternehmen und Transporter gibt es weitere Argumente, die für einen Umzug unter der Woche und somit für einen Urlaubstag sprechen.

Ein Umzug ist immer auch mit einigen Behördengängen verbunden. Du musst u.a. beim Einwohnermeldeamt deine neue Adresse angeben und zur Kfz-Zulassungsstelle, um dein Auto umzumelden. Diese Behörden haben oftmals starre Öffnungszeiten, die mit dem Berufsalltag kaum zu vereinbaren sind.

Sind mit deinem Wohnungswechsel auch Renovierungsarbeiten verknüpft? Wenn du es dir mit deinen neuen Nachbarn nicht gleich verscherzen willst, solltest du lautstarke Arbeiten lieber werktags erledigen – und zwar nicht während der Abendstunden.

Natürlich kann es aber auch dann nicht schaden, die Hausgemeinschaft rechtzeitig über die Ruhestörung zu informieren. Beauftragst du für einige der Renovierungsarbeiten einen Handwerker, wird der dir vermutlich auch nur werktags einen Termin geben – oder hohe Wochenendzuschläge kassieren.

Wie kannst du einen Urlaubstag vermeiden?

Ist dein Kontingent an Urlaubstagen fast verbraucht und dein Chef genehmigt dir keinen Sonderurlaub, dann gibt es auch Mittel und Wege, den Umzug ohne Urlaub zu meistern. Wenn du alles alleine machen möchtest, wird sich dein Umzug in der Regel über einen langen Zeitraum hinziehen.

Die einfachste Möglichkeit ist es hingegen, die ganze Arbeit einem Umzugsunternehmen zu überlassen. Wenn du das Full-Service-Angebot buchst, übernimmt die Spedition neben dem Transport sogar das Packen der Umzugskisten sowie den Möbelab– und aufbau.

Wenn du keinen Wert darauf legst, beim Umzug anwesend zu sein, erledigt die Umzugsfirma den Wohnungswechsel völlig eigenständig – wenn du lieber etwas mehr Kontrolle hättest, kannst du vor der Arbeit und während der Mittagspause vorbeifahren oder einfach einen Nachbarn bitten, ob er dich unterstützen und zwischendurch mal nach dem Rechten sehen kann.

Umzugsurlaub – weniger Kosten und Zeitdruck

Es spricht vieles für einen Umzug an einem Werktag – neben den günstigen Tarifen bei Autovermietungen und Umzugsunternehmen sind die Öffnungszeiten der Behörden und die Verfügbarkeit von Handwerkern wichtige Argumente.

Vielleicht überzeugen diese auch deinen Chef und er genehmigt dir einen Tag Sonderurlaub. Nachfragen lohnt sich – und wenn er doch ablehnt, dann gönn’ dir einen Tag Urlaub für den Umzug. Das erspart nicht nur Kosten, sondern auch eine ganze Menge Zeitdruck.

Wir hoffen, der Artikel hat dir gefallen!

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