Umzugslupe.de

Kostenlose Beratung

ico-phone  0421-16694527

Umzug mit Kindern – 10 wichtige Aspekte, die Du beachten solltest

Wir Erwachsenen entscheiden uns in den meisten Fällen bewusst für diesen Wandel und den damit verbundenen Wohnungswechsel – sei es durch einen neuen Job, eine Trennung oder auch Familienzuwachs.

Dadurch sind wir in der Lage, uns gut auf die vielen Veränderungen in den verschiedensten Lebensbereichen vorzubereiten. Für Kinder ist das anders:

Sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen die Umgestaltung ihres sozialen Umfelds und ihres Alltags hinnehmen – ob sie es wollen oder nicht.

Deshalb ist es wichtig, die Kinder emotional gut auf diese Veränderung vorzubereiten. Auch der organisatorische Aspekt des Umzugs ist mit Kindern nicht zu unterschätzen.

Ein Tapetenwechsel ist selbst für einen Singlehaushalt eine stressige Angelegenheit; mit Kindern wird es jedoch oftmals zu einem riesigen, arbeitsintensiven Projekt, das gut vorbereitet und geplant sein will.

Kindern fallen Veränderungen schwer

Egal, ob du mit deinen Kindern in eine benachbarte Stadt, in ein anderes Bundesland oder nur in ein anderes Haus im gleichen Viertel ziehst – für deine Kinder bedeutet das eine große Veränderung in ihrem Leben.

Und während bei uns Erwachsenen die Vorfreude auf das neue Heim überwiegt, fällt den Kindern der Abschied aus ihrer gewohnten Umgebung meistens sehr schwer.

„Kinder schätzen große Veränderungen in ihrem Leben nicht besonders und ertragen sie nur sehr dosiert“, weiß Claudia Watzel, Psychologin und angehende Psychotherapeutin aus Berlin.

„Ein Umzug bedeutet für ein Kind eine riesige Veränderung. Die Wohnung und das gesamte Umfeld machen die kleine Welt eines Kindes aus und diese ist durch einen Umzug plötzlich komplett weg“, so die Psychologin weiter.

Deshalb ist es immens wichtig, den Kindern die Gründe für den Umzug zu erklären und sie in Gesprächen emotional darauf vorzubereiten.

Mit dem Umzug einhergehende positive Veränderungen, wie z.B. ein größeres Zimmer oder ein eigener Garten, können das Kind neugierig machen und ein Stück weit positiv stimmen.

Damit der Wohnungswechsel nicht in Stress ausartet – sowohl für dich, als auch für die Kinder – ist außerdem eine gründliche Planung notwendig.

Damit dir die gelingt, sind hier die wichtigsten zehn Punkte für dich zusammengestellt.

1. Kinder in die Umzugsplanung mit einbeziehen

Beziehe deine Kinder unbedingt in die Umzugsplanung mit ein. Gerade für ältere Kinder ist es wichtig, dass sie rechtzeitig über den Wohnungswechsel Bescheid wissen, damit sie ausreichend Zeit haben, sich mit dem Gedanken anzufreunden.

Wenn die Kinder zum Beispiel bei der Wohnungsbesichtigung dabei sind, wird ihnen die Angst vor dem Unbekannten genommen und sie können sich besser auf ihr neues Leben einstellen.

„Kinder sollten sich die Wohnung vorm Einzug unbedingt angucken, damit es für sie keine Reise ins Ungewisse wird und sie bereits eine Vorstellung von ihrem neuen Zuhause haben“, ist sich Watzel sicher.

Wenn die Kinder ein Mitspracherecht haben und zumindest ein Stück weit an der Entscheidung beteiligt sind, haben sie weniger das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse übergangen werden und werden sich in dem neuen Heim schneller wohlfühlen.

2. Den richtigen Zeitpunkt für den Umzug wählen

Kindern fallen Veränderungen immer schwer – trotzdem kann man ihnen den Umzug etwas erleichtern, indem man einen günstigen Zeitpunkt wählt. Vor allem, wenn man in eine andere Stadt zieht und der Umzug auch einen Kita- oder Schulwechsel mit sich bringt, ist der Umzug ein großer Einschnitt ins bisherige Leben.

Kinder bis zum sechsten Lebensjahr arrangieren sich meistens schneller mit einem Ortswechsel als ältere Kinder und Jugendliche. Das liegt daran, dass bei kleineren Kindern die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sind – und diese sind ja schließlich auch im neuen Zuhause dabei.

Ältere Kinder hingegen haben schon eine deutlich stärkere Bindung zu ihren Freunden, den Nachbarn und Klassenkameraden; ihnen fällt die Trennung deutlich schwerer.

„Man muss nicht zwingend in den Sommerferien umziehen“, sagt die Berliner Psychologin Watzel, „aber es sollte auch nicht zwei Wochen vor Ferienbeginn sein, damit sich das Kind erstmal an den neuen Alltagsrhythmus gewöhnen kann.“

Ratsam ist auch, dass die Eltern in der ersten Zeit nach dem Umzug viel Zeit für die Eingewöhnung der Kinder haben und sich dafür, wenn möglich, Urlaub nehmen.

3. Eine geeignete Wohnung finden

Mit Kindern steigen auch die Ansprüche an eine Wohnung: möglichst viel Platz, Nachbarn, die bei lautem Geschrei nur milde lächeln, kurze Entfernung zu Schule und Kindergarten und idealerweise ein Garten.

Fange rechtzeitig an, dich auf die Wohnungssuche zu begeben, damit du das perfekte Zuhause für dich und deine Familie findest.

Setzt euch als Familie zusammen und beratschlagt, was euch vorschwebt und worauf jedes einzelne Familienmitglied Wert legt:

Gibt es einen Park zum Fußballspielen in der Nähe? Kann man auch in der neuen Stadt seinem alten Hobby weiter nachgehen? Können die Kinder den Schulweg alleine meistern?

Außerdem solltest du darauf achten, ob es im Flur ausreichend Platz für einen Kinderwagen gibt und ob Fahrrad, Laufrad und Co. irgendwo sicher abgestellt werden können.

Von Vorteil bei Mehrfamilienhäusern ist es immer, wenn dort noch weitere Familien mit Kindern wohnen – meist ein Zeichen dafür, dass die Nachbarn kinderfreundlich bzw. den mit Kindern einhergehenden erhöhten Geräuschpegel gewohnt sind.

4. Schul- und Kitawechsel organisieren

Ziehst du mit deiner Familie in eine neue Stadt oder auch nur in einen anderen Schulbezirk innerhalb deiner Stadt, so muss dein schulpflichtiges Kind umzugsbedingt die Schule wechseln.

Natürlich steht dieser Schulwechsel im Fokus der kindlichen Gedanken und deshalb solltest du versuchen, dir mit deinem Kind die Schule so bald wie möglich anzuschauen. In fast allen Schulen ist es möglich, einen Schnuppertag zu organisieren – so hat dein Kind bereits vor dem Umzug die Möglichkeit, die neue Schule und natürlich die neuen Klassenkameraden kennenzulernen.

Führt euer Umzug euch in ein neues Bundesland, dann denke daran, dass jedes Bundesland nach unterschiedlichen Lehrplänen unterrichtet. Lass dich von der neuen Schule über den Lehrplan informieren und gebe diesen auch an die Lehrer der bisherigen Schule weiter. So können sie auf den Wechsel eingehen und dein Kind optimal darauf vorbereiten.

Bei einem Kindergarten gibt es im Normalfall keine regionalen Begrenzungen.

„Sollte es von der Entfernung zwischen neuer Wohnung und der Kita her immer noch praktikabel sein, in der bisherigen Einrichtung zu bleiben, so ist das – zumindest für die direkte Zeit nach dem Umzug – in vielen Fällen ratsam.

Hat das Kind dann erstmal im neuen Umfeld Kontakte zu den Nachbarskindern geknüpft, kann man ja immer noch über einen Wechsel nachdenken“, rät Claudia Watzel.

Ist die alte Kindertageseinrichtung vom neuen Wohnort jedoch zu weit entfernt, dann vereinbare auch in der neuen Kita einen Schnuppertag, an dem du und dein Kind die Einrichtung und die Erzieher kennenlernen könnt.

Bedenke bitte auch, dass die Kita-Eingewöhnung viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Viele denken, dass es schnell gehen müsse, weil das Kind ja schon kindergartenerprobt ist – aber durch die vielen Veränderungen kann es besonders anhänglich sein und sich mit der neuen Einrichtung schwertun.

5. Abschied feiern und in Kontakt bleiben

Ein Umzug in eine neue Stadt bedeutet oftmals auch ein Abschied von der Kita, der Schule und den Freunden. Vielen Kindern ist es wichtig, diesen Abschied ein Stück weit zu zelebrieren und somit zu einer wertvollen Erinnerung zu machen. Außerdem kann eine intensive Verabschiedung auch eine gute Basis für einen Neuanfang bilden.

Die Psychologin und angehende Psychotherapeutin Claudia Watzel rät: „Frag dein Kind, ob es gerne etwas zum Abschied machen möchte, zum Beispiel ein Abschiedsgeschenk für die Erzieher basteln, einen Kuchen für die Klasse backen oder eine Abschiedsparty mit allen Freunden feiern.“

Vielen Kindern ist es aber auch wichtig, dass die Kontakte aufrechterhalten werden, sei es durch Brieffreundschaften, Onlinechats oder gegenseitige Besuche. Dabei sind die Kinder natürlich auf deine Unterstützung angewiesen. Vielen fällt der Abschied leichter, wenn sie wissen, dass sie ihre Freunde bald wiedersehen können.

Um ein wenig Kontinuität beizubehalten, hilft es oftmals auch, wenigstens für das eine oder andere Hobby wieder in die „alte Heimat“ zu fahren – das geht aber natürlich nur, wenn der alte und der neue Wohnort nur ein paar Kilometer auseinanderliegen.

6. Kinderzimmer einrichten

Ihr habt die ideale Wohnung gefunden? Dann kann es ja jetzt an die Planung der einzelnen Zimmer gehen. Lass dein Kind unbedingt mitbestimmen, wenn es um die Wandfarbe und um die Einrichtung geht. Schließlich soll es sich in den neuen vier Wänden wohlfühlen und sich bereits auf das Zimmer freuen.

So sehr Kinder auch mit Veränderungen auf dem Kriegsfuß stehen, so neugierig sind sie aber auch.

Mach den Umzug für dein Kind zum Abenteuer, schmiedet wilde Pläne zur Kinderzimmergestaltung, zimmert gemeinsam ein Spielzeugregal oder bastelt eine Fotocollage für die neue Tapete.

Dein Kind wird schnell merken: So ein Umzug kann auch Spaß bringen!

Psychologin Watzel rät allerdings dazu, nicht das komplette Kinderzimmer neu einzurichten: „Wenn sich schon vieles durch den Umzug ändert, ist es wichtig, dass es im Kinderzimmer auch Vertrautes gibt. Deshalb sollte man ruhig ein paar alte Möbel mit in die neue Wohnung nehmen, damit sich das Kind gleich geborgen und heimisch fühlt.“

Wichtig ist auch, dass das Kinderzimmer eines der ersten Zimmer ist, die nach dem Umzug eingerichtet werden. Zwischen gestapelten Umzugskartons fühlt sich kein Kind wohl und deshalb sollte das Kinderzimmer oberste Priorität haben.

7. Richtig packen

Damit das Kinderzimmer in der neuen Bleibe schnell hergerichtet werden kann, ist es wichtig, dass die Umzugskartons mit den Kindersachen als letzte in dem Umzugstransporter landen und dadurch auch als erste wieder ausgeladen werden.

Dass die Kindersachen das Schlusslicht beim Auszug bilden, ist sowieso ratsam. Die Sachen aus dem Kinderzimmer sollten erst relativ zum Schluss eingepackt werden, damit das Kind sie möglichst lange benutzen kann und nicht wochenlang durch den Umzug in seinem (Spiel-)Verhalten eingeschränkt ist.

Außerdem hat es so einen Rückzugsort, wenn es in der restlichen Wohnung umzugsbedingt schon etwas chaotisch aussieht. Packt man die Sachen zu früh ein, läuft man Gefahr, dass man sie vorm Umzug doch noch einmal braucht und sie dann womöglich nicht sofort wiederfindet.

Alle Umzugskartons sollten gründlich beschriftet werden, damit die Umzugshelfer sofort wissen, in welches Zimmer welcher Karton gehört. Einige Dinge, wie Wechselsachen, Lieblingsspielzeug etc., sollten statt in einen Umzugskarton lieber in einem Rucksack oder einer kleinen Reisetasche landen, damit das Kind sie immer griffbereit hat.

8. Stressfrei mit einem Umzugsunternehmen umziehen

Wer Kinder hat, der weiß, dass freie Zeit immer knapp ist. Deshalb bietet es sich gerade für eine Familie an, mit einem seriösen Umzugsunternehmen umzuziehen. Das kostet zwar mehr als ein Umzug mit privaten Umzugshelfern, erspart aber eine Menge Arbeit und Zeit.

Die Spedition übernimmt den Transport, kümmert sich um wichtige Dinge, wie Verpackungsmaterial und das Einrichten einer Halteverbotszone, und übernimmt die Haftung für dein Umzugsgut. Fordere unbedingt Angebote mehrerer Umzugsunternehmen an, damit du Preis und Leistung vergleichen kannst und dein Umzug auch an deinem Wunschtermin stattfinden kann.

Auf Wunsch übernimmt das Fachunternehmen auch den Ab- und Aufbau deiner Möbel – gerade mit Kindern ist das ein wichtiger Punkt bezüglich der Sicherheit. So wird alles zügig aufgebaut und es liegen nicht tagelang Schrauben, Werkzeug und lose Bretter in der neuen Wohnung herum.

9. Umzugstag – möglichst ohne Kinder

Apropos Sicherheit: Aus Sicherheitsgründen sollten vor allem kleine Kinder beim Umzug nicht dabei sein. Zu schnell stehen sie euch und euren Umzugshelfern im Weg herum und laufen Gefahr, über etwas zu stolpern.

Ein weiterer Grund, der dafür spricht, dass der Umzug lieber ohne die Anwesenheit der Kinder stattfindet, ist, dass ein Umzug immer stressig ist. „Wenn Eltern gestresst sind, überträgt sich das schnell auf die Kinder. Eltern geben den Kindern in der Regel ein Gefühl der Sicherheit – das können sie aber nicht, wenn sie hektisch in der neuen Wohnung herumlaufen“, weiß Psychologin Watzel.

Völlig „abschieben“ zu den ein paar Stunden entfernt lebenden Verwandten sollte man die Kinder für die Dauer des Umzugs aber auch nicht. „Es ist schon wichtig, dass das Kind in gewisser Weise involviert ist und zum Beispiel im Anschluss an den Umzug dabei hilft, seine Spielsachen in die Regale zu räumen“, so Watzel weiter.

Frag also einfach im Freundeskreis, ob jemand für ein paar Stunden auf die Kinder aufpassen kann. So kannst du dich voll und ganz auf den Umzug konzentrieren und deine Kinder sind gut versorgt, fühlen sich aber nicht völlig ausgeschlossen.

10. Zeit für Eingewöhnung

Der Umzug ist geschafft, du bist glücklich über den neuen Platz – und dein Kind bricht in Tränen aus oder wird aggressiv. „Völlig normal“, sagt Claudia Watzel: „Umzüge machen die Kinder oft traurig oder überfordern sie emotional. In der ersten Zeit quält sie oft das Heimweh nach der alten Umgebung.

Nimm dir die Zeit für dein Kind, höre ihm aufmerksam zu und versuche herauszufinden, was genau es am meisten vermisst. Vielleicht vermisst es nur einen Freund und ein gegenseitiger Besuch kann bereits trösten. Wichtig ist, dass du deinem Kind möglichst viel Vertrautes bietest, z.B., indem du das Kinderzimmer ähnlich einrichtest wie in der alten Wohnung und ihr eure alten Alltagsrituale beibehaltet.

Nimm dir ausreichend Zeit, zusammen mit deinem Kind die neue Wohnung, aber auch die neue Umgebung zu erkunden. Wo befindet sich eine Eisdiele? Wo ist das nächste Schwimmbad? Wenn dein Kind sich gut in der neuen Umgebung auskennt, gewinnt es schnell an Sicherheit und wird sich mit ein wenig Zeit an die neue Umgebung gewöhnen und sich wohlfühlen.

Eine gute Möglichkeit ist auch eine Willkommensparty, zu der neue Nachbarn, Kitakinder und Schulkameraden eingeladen werden – so können Beziehungen vertieft und Freundschaften geknüpft werden. Und das ist schließlich nicht nur für die Kinder wichtig!

Wie viel kostet mein Umzug?

Vergleiche kostenlos Angebote von Umzugsunternehmen deiner Region.

Jetzt Angebote erhalten