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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie belade ich einen Transporter bzw. LKW richtig?

Einen Umzugstransporter zu beladen erinnert ein bisschen an das Computerspiel Tetris: Wie stapele ich Umzugskartons, Möbel und Co. am geschicktesten? Wie fülle ich Lücken und vermeide unnütze Freiräume?

Ein clever gepackter Umzugswagen entlastet nicht nur deinen Geldbeutel und deine Nerven, sondern schont auch dein Mobiliar. Wir zeigen dir, wie man einen Transporter richtig belädt, so dass auf der Fahrt alles am rechten Platz bleibt.

Geschicktes Beladen zahlt sich aus

Truck fleetEinen Umzugswagen zu mieten, kostet Geld und da meist nach Tagen oder sogar Stunden abgerechnet wird, lohnt es sich, den Umzug möglichst schnell über die Bühne zu bringen.

Da zur Miete in der Regel noch die Spritkosten hinzukommen, ist es günstig, möglichst wenige Fahrten zu machen beziehungsweise im Idealfall das ganze Mobiliar in einer Fuhre von der alten zur neuen Wohnung zu kutschieren.

Dabei entscheidend ist natürlich die Größe des Transporters. Erfahrene Umzugsunternehmen oder Autovermietungen sind dir bei der Einschätzung deines benötigten Volumens gerne behilflich.

Außerdem erspart dir ein geschickt gepackter Transporter eine Menge Zeit – das werden dir deine Umzugshelfer garantiert danken.

Schritt 1: Eine gute Vorarbeit

Es ist wichtig, dass dein Mobiliar und deine Umzugskartons im Transporter oder LKW so sicher und fest stehen, dass nichts wackeln oder verrutschen kann. Denn wenn die Möbel während der Fahrt kippeln oder sogar umfallen, kann das zu unschönen Kratzern an den Möbeln oder zu Beschädigungen führen.

Das kann man mit der richtigen Vorarbeit bzw. einem geschickt beladenen Umzugswagen problemlos vermeiden. Deshalb ist es ratsam, die Möbelstücke vorm Transport gut zu verpacken:

  • Mit Kantenschonern oder Noppenfolie kann man besonders die scharfen Kanten und Ecken gut schützen.
  • Packdecken oder alte Wolldecken und Bettlaken zwischen den einzelnen Gegenständen verhindern, dass die Möbelstücke aneinander reiben und den Lack zerkratzen.
  • Besonders zerbrechliche Sachen wie Spiegel, Bilderrahmen und Lampen solltest du lieber in Decken oder Zeitungspapier einwickeln.
  • Türgriffe und Schlüssel schraubst du vor dem Transport lieber ab. Damit sie im Umzugschaos nicht verloren gehen, kannst du sie mit Klebeband an den Innenseiten befestigen.
  • Empfehlenswert ist es außerdem, alle Schranktüren und Schubladen mit Klebeband zu fixieren, damit sich bei der Fahrt nichts öffnen kann. Wenn deine Möbelstücke alle für den Transport vorbereitet sind, kann das Beladen beginnen.

Schritt 2: Umzugskartons im Transporter stapeln

Bedenke: Das, was du zuerst in den Umzugswagen lädst, holst du beim Ausladen auch erst zum Schluss heraus. Deshalb ist es ratsam, mit den Umzugskartons zu beginnen. Zum einen lassen sie sich wunderbar stapeln und zum anderen stehen sie dann später beim Ausladen der sperrigen Möbelstücke nicht im Weg herum.

Am leichtesten ist es, wenn die Kartons von der Größe einheitlich sind. Stapel die Kartons ordentlich an der Rückwand, sprich an der Trennwand zur Fahrerkabine. Die schweren Kartons sollten unten stehen, die leichteren oben.

Sicherheit beim Umzug ist wichtig. Stapel deshalb nur so hoch, wie es dir ratsam erscheint. Wenn der Turm aus Umzugskartons zu hoch wird, gerät er schnell ins Wanken oder beim Ausladen fällt dir einer der Kartons auf den Kopf.

Also: Lieber nicht zu hoch stapeln, sondern den Freiraum, der oben bleibt, stattdessen mit weichen Decken, Kleidersäcken, Teppichen, Sofakissen etc. ausfüllen. Wenn die Fläche schön gerade ist, kannst du auch vorsichtig Bilder darauflegen. Diese solltest du aber mit Klebeband oder Gurten sichern.

Die nun entstandene Wand aus Umzugskartons kannst du vorsichtshalber noch einmal diagonal mit einem Gurtband sichern. So kann nichts ins Wanken geraten.

Schritt 3: Flache und zerbrechliche Gegenstände festschnallen

Nach den Umzugskartons sind die flachen Gegenstände wie Schranktüren und Regalbretter, aber auch zerbrechliches Mobiliar wie Spiegel oder große Bilderrahmen an der Reihe. Diese solltest du an die Seitenwände anlehnen und dort ordentlich mit Gurtbändern festschnallen.

In der Regel haben Umzugstransporter für diesen Zweck extra Haken im Innenraum. Gläserne Schranktüren und Spiegel sollten auf jeden Fall sicher verpackt sein, aber auch bei robusteren Gegenständen solltest du zwischen Außenwand und Möbelstück eine Decke oder Pappe klemmen, um deine Sachen vor Schmutz und Beschädigungen zu schützen.

Zum Schluss – sozusagen als Puffer zwischen den zerbrechlichen Einrichtungsgegenständen und den jetzt folgenden Möbeln – kannst du am besten deine Matratze an der Seite festschnallen. Zum Schutz vor Schmutz und Staub gibt es übrigens extra Schutzhüllen für Matratzen.

Schritt 4: Möbelstücke einladen

Jetzt kommt der komplizierteste Part: deine Möbelstücke. Diese müssen so in die Mitte des LKWs gestellt werden, dass keine großen Lücken entstehen. Hier ist Geschicklichkeit gefragt.

Sperrige oder große Möbelstücke wie Betten oder Schränke sollten nach Möglichkeit auseinander gebaut werden, so dass sie sich besser stapeln lassen – natürlich mit Schutzschichten aus Pappe oder Stoff zwischen den einzelnen Lagen.

Das Beste ist, wenn du die geraden Bretter an die Seitenwände anlehnst. Nutze dafür die rechte und die linke Außenwand, damit dein Transporter schön gleichmäßig beladen wird und keine Schlagseite bekommt. Denke daran, alles mit Gurten zu sichern.

Danach sind die Möbel an der Reihe, die du nicht weiter auseinander bauen kannst. Diese musst du so auf- und ineinander stapeln und verkeilen, dass nichts verrutschen kann und jeder einzelne Gegenstand fest steht. Freiräume füllst du mit weichen Materialien wie Kissen und Decken auf – das sorgt für Stabilität.

Schritt 5: Haushaltsgeräte einladen

Als nächstes sind die Haushaltsgeräte an der Reihe. Hier ist Muskelkraft gefragt, denn Waschmaschine, Herd und Co. sind echte Schwergewichte. Zudem sind sie ziemlich groß und sperrig.

Deshalb ist es wichtig, dass sie direkt an der Tür des Transporters stehen. Sie werden in der neuen Wohnung als erstes ausgeladen, damit sie zum einen direkt angeschlossen werden können und zum anderen beim Einräumen nicht gegen andere Möbel etc. stoßen können.

Diese Geräte sind zwar sehr schwer und dadurch ziemlich standfest, geraten sie auf der Fahrt aber erstmal ins Rutschen, können sie für große Beschädigungen an den zerbrechlicheren Kleinmöbeln sorgen. Deshalb denke daran, auch diese Haushaltsgeräte ausreichend mit Gurtbändern zu sichern.

Um deinen Rücken und deine Bandscheibe zu schonen, ist es übrigens hilfreich, auch eine Sackkarre, ein Rollbrett oder Tragegurte für schwere Gegenstände wie Haushaltsgeräte mit in den Transporter zu packen.

Schritt 6: Fernseher und Computer sicher verpacken

Besonders zerbrechliche technische Geräte wie den Computermonitor und den Fernseher solltest du möglichst spät einpacken, damit du sie beim Ausladen umgehend an einen sicheren Platz bringen kannst.

Verpacke deinen Bildschirm großzügig in Noppen- oder Luftpolsterfolie und stecke ihn dann in einem passenden Karton, möglichst in den originalen Verpackungskarton. Stelle den Karton dann hochkant an die Seite und sichere ihn mit Gurten, so dass er während der Fahrt nicht verrutschen kann.

Schritt 7: Pflanzen zum Schluss einpacken

Pflanzen lieben Sonne und Luft – ein Umzugstransporter ist damit nicht unbedingt ihr favorisierter Standort. Deshalb – und natürlich auch, weil Pflanzen sehr empfindlich sind – solltest du sie erst ganz zum Schluss einpacken.

Damit keine Erde aus den Blumentöpfen rieseln kann, ist es ratsam, sie in große Plastik- oder Mülltüten zu verpacken – natürlich nur die Töpfe und nicht die Pflanzen an sich!

Für einen besseren Stand kannst du die Blumentöpfe außerdem in stabile Kartons stellen, so können sie bei der Fahrt nicht umkippen.

Schritt 8: Notfalltasche griffbereit halten

Da man nie genau einschätzen kann, wie lange so ein Umzug wirklich dauert, ist es immer ratsam eine Notfalltasche zu packen. Diese sollte nicht nur Pflaster und Verbandszeug enthalten, falls einem Umzugshelfer doch einmal ein Missgeschick passiert, sondern auch frische Klamotten, Zahnbürste & Co, falls man vorm Zubettgehen noch nicht alles ausgepackt hat und sich im Umzugschaos nicht ewig auf die Suche begeben möchte.

Zudem ist es immer gut, wenn man Handy und Ladekabel und sein Portemonnaie griffbereit hat. Diese Notfalltasche wird entweder ganz zum Schluss in den Laderaum gepackt oder – was noch praktischer ist – mit in die Fahrerkabine genommen.

Dort sollte sich auch eine Kühltasche mit reichlich Essen und Getränke für dich und deine Umzugshelfer befinden.

Vorsichtig fahren und sicher ankommen

Wenn du diese acht Schritte befolgst und somit die logistische Herausforderung des Transporter-Beladens gemeistert hast, kann es auf zur neuen Wohnung gehen. Doch auch wenn alles gut gesichert ist und du deine Möbelstücke ordnungsgemäß verstaut hast, solltest du vorsichtig fahren.

Das heißt: Lieber nicht zu schnell fahren, damit du nicht plötzlich bremsen musst. Halte lieber einen größeren Abstand zum Vordermann, denn große LKWs haben einen längeren Bremsweg als ein PKW. Denke außerdem daran, nicht zu rasant um die Kurven zu fahren, damit deine kostbare Fracht nicht ins Wanken gerät.

Wenn du dann sicher am Ziel angekommen bist, kannst du mit dem Ausladen beginnen. Gehe dabei genau in der umgekehrten Reihenfolge vor: Starte mit den Topfpflanzen und ende mit den Kartons. So schaffst du deinen Umzug, ohne dass man deinen Möbeln den Wohnungswechsel ansieht!

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