Die Umzugsplanung

Den Umzug richtig planen

Gute Planung ist der halbe Umzug. Je besser Du Dich vorbereitest, umso problem- und komplikationsloser wirst Du Deinen Umzug realisieren können und gut gelaunt in Deine neue Wohnung übersiedeln. Achte auch auf die zeitliche Planung – einiges musst Du bereits weit vor dem Umzugstermin vorbereiten, anderes hat Zeit bis einige Tage vor dem großen Vorhaben.

Nachmieter finden

Planst Du umzuziehen, dann kann es mit der neuen Wohnung manchmal richtig schnell gehen. Aufgrund der in der Regel 3-monatigen Kündigungsfrist kann es außerdem sein, dass sich alter und neuer Mietvertrag zeitlich überlappen. Damit für Dich keine zusätzlichen Kosten wie eine doppelte Miete entstehen, kannst Du Dich auf die Suche nach einem Nachmieter machen. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass dies nur klappt, wenn Dein Vermieter damit einverstanden ist. Die weitverbreitete Meinung, dass der Vermieter einen Nachmieter akzeptieren muss, ist dabei übrigens ein Irrtum. Also sprich das Thema Nachmieter möglichst frühzeitig vor Deinem Umzug an und kläre mit dem Hausbesitzer das Vorgehen und seine Wünsche. Achte bei der Suche nach dem Nachmieter darauf, dass dieser im Profil auch ins Haus und zu den Wünschen Deines Vermieters passt. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der vorgeschlagene Mieter in Deine Wohnung passt.

Umzugstipps und Checklisten

Das Internet ist voll von wichtigen und hilfreichen Umzugstipps. Nutze die Erfahrungen, die andere Menschen schon mit ihrem Umzug gemacht haben und Du ersparst Dir zahlreiche Fehler. Auch auf umzugslupe.de findest Du viele Tipps und Tricks für einen reibungslosen Umzug. Diese beziehen sich auf die frühzeitige Planung ebenso wie auf den Umzugstag selbst. Eines der nützlichsten Tools rund um den Umzug sind Checklisten. Die kannst Du Dir selbst anhand Deiner Recherchen zu den Umzugstipps erstellen oder aus dem Netz laden. Eine Basis-Checkliste für Deinen Umzug findest Du auch bei uns – Ergänze Sie mit den ganz persönlichen Aufgaben, die Dein Umzug mit sich bringt.

Umzugskosten

Welche Kosten ein Umzug mit sich bringt, hängt von verschiedenen Punkten ab. Einer davon ist die Wahl des Umzugsfahrzeugs. Mietest Du einen Umzugs-Lkw, ist dies kostenintensiver als wenn Du mit Deinem Privatauto umziehst, auch eine komplette Umzugsspedition fällt entsprechend finanziell ins Gewicht. Neben den reinen Transportkosten für den Umzug selbst kommen noch zahlreiche weitere Kosten auf Dich zu, zum Beispiel durch den Kauf von Umzugskartons, für die Renovierung der alten Wohnung und für neue Einrichtungsgegenstände und Möbel in der neuen Wohnung. Ebenfalls bezahlen musst Du Umzugshelfer und verschiedene Gebühren, zum Beispiel für die Ummeldung Deines Fahrzeugs. Je sorgfältiger Du vor Deinem Umzug rechnest, umso transparenter und berechenbarer sind die Kosten für Dich. Unter Umständen kannst Du Dich hierbei auch unterstützen lassen: Ist Dein Umzug beruflich begründet, steuern die Agentur für Arbeit oder vielleicht auch Dein Arbeitgeber einen Zuschuss zu den Umzugskosten bei.

Umzug mit Hartz IV

Auch wer ALG 2 bezieht, hat das Recht jederzeit umzuziehen. Allerdings hat das Jobcenter dabei ein Wörtchen mitzureden, zum Beispiel, wenn es um den Mietzuschuss geht. Deshalb solltest Du vor Deinem Umzug als Hartz IV Bezieher mit Deinem Sachbearbeiter sprechen. Das gilt vor allem dann, wenn Dein Umzug eindeutig beruflich bedingt ist. Denn dann gibt es Zuschüsse vom Amt. Weitere anerkannte Gründe für einen Umzug sind veränderte Familien- und Lebenssituationen wie zum Beispiel Zuwachs, Trennung, eine Kündigung durch den Vermieter zwecks Eigenbedarf oder die Unzumutbarkeit Deiner bisherigen Wohnung aus Altersgründen oder weil dort der Schimmel Einzug hält. Für die Wahl Deiner neuen Wohnung solltest Du die Vorstellungen hinsichtlich Wohnungsgröße und Miethöhe berücksichtigen, die das Amt für angemessen hält. Denn ist Deine Wohnung zu teuer, gibt es trotzdem nur den Zuschuss, den das Jobcenter Dir für eine kleinere Wohnung als Regelsatz zahlen würde. Du kannst es natürlich mit einem Härtefallantrag versuchen – dazu musst Du allerdings einen triftigen Grund nachweisen.

Mietkaution sparen

Ein großer Posten bei jedem Umzug ist die Mietkaution, die für eine Wohnung bis zu drei Kaltmieten betragen darf. Auch hier musst Du vorplanen und die nötige Summe rechtzeitig beiseitelegen. Eine Alternative zur Barkaution stellt die Kautionsbürgschaft dar. Gegen eine geringe monatliche Gebühr bürgt eine Versicherung für Deine Kaution – und übernimmt bei einem Schaden vorerst die Begleichung. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass Du mit der Prämie lediglich die Bürgschaft aufrechterhältst, nicht aber Deine Kaution beim Versicherer abbezahlst. Sinnvoll ist die Mietkaution vor allem dann, wenn Du nur für eine begrenzte Zeit in einer Wohnung lebst. Bei längerer Mietdauer macht es Sinn, die Bürgschaft in eine Barkaution zu verwandeln. Dafür brauchst Du allerdings die Zustimmung des Vermieters – ebenso wie für die Kautionsbürgschaft überhaupt. Spielt der Hausbesitzer nicht mit, bleibt Dir nach wie vor nur der Weg zur Kautionszahlung in Bar.

Umzugskartons bestellen

Kein Umzug ohne Umzugskartons. Die stabilen Pappkisten eignen sich bestens zum Verpacken von Einrichtungsgegenständen, Büchern oder Geschirr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten an Umzugskartons zu gelangen, die einfachste ist diese im Internet zu bestellen. Dazu solltest Du vorher möglichst genau wissen, wie viele Kartons Du benötigst. Da kannst Du schätzen oder mit einem Online-Rechner nach m²-Zahl Deiner Wohnung oder nach Anzahl der Familienmitglieder ermitteln. Möchtest Du Dein Budget schonen und Umzugskosten sparen, kannst Du auch gebraucht Umzugskartons bestellen. Alternativ helfen oft Freunde oder Bekannte mit den nötigen Kartons aus oder Du erhältst diese gegen eine geringe Gebühr oder sogar kostenlos in Supermärkten und Fachgeschäften. Möchtest Du mit neuen Umzugskartons auf Nummer sichergehen, kannst Du diese nach Deinem Umzug weiterverkaufen und einen Teil der Kosten wieder reinholen.

Transporter mieten

Zwar lässt sich ein kleinerer Umzug theoretisch auch mit einem Pkw und vielleicht einem Anhänger durchführen, dennoch macht es in fast allen Fällen mehr Sinn, einen Transporter zu mieten. Dies gilt zumindest dann, wenn Du Deinen Umzug in Eigenregie planst. Je früher Du das Fahrzeug buchst, umso günstigere Konditionen kannst Du meist aushandeln. Also warte nicht zulange, bis Du Dich für einen Transporter oder Lkw als Umzugsfahrzeug entscheidest. Je nachdem wo Deine neue Wohnung liegt, kann es Sinn machen ein Fahrzeug mit Einwegmiete zu buchen. Das bedeutet, dass Du den Umzugswagen in Deinem bisherigen Wohnort abholst und in der neuen Stadt an einer Mietstation wieder abgibst. Prüfe genau, welche Konditionen Dir die Autovermietungen anbieten und lass Dir auf jeden Fall von mehreren Anbietern einen Preis nennen. Besonders unkompliziert geht dies über einen Mietwagenvergleich.

Halteverbot mieten

Kein Parkplatz für den Umzugs-Lkw? Dem kannst Du vorbeugen, indem Du rechtzeitig ein Halteverbot mietest. Ansprechpartner für Deine private Parkzone zum Umzug ist die zuständige Straßenverkehrsbehörde. Du stellst dort den entsprechenden Antrag, der Dir nach einiger Zeit genehmigt wird. Für den Umzugstag selbst musst Du Halteverbotsschilder aufstellen, um die betreffende Zone zu kennzeichnen. Die Aufstellung sollte ein bis zwei Tage vor Inkrafttreten des Halteverbots stattfinden, so können sich Anlieger und Anwohner auf die veränderte Parksituation einstellen. Denke auch daran, nach dem Umzug die Schilder wieder abzubauen. Hast Du eine Umzugsfirma gebucht, kannst Du auch die damit beauftragen, Dein Halteverbot zu mieten. Weiterhin gibt es Dienstleister, die diese Aufgabe für Dich übernehmen. Wichtig für Deine Umzugsplanung: Der nötige Vorlauf, damit die Genehmigung wie auch die Schilder rechtzeitig zum Umzugstermin bereitstehen.

Umzugsfirma finden

Für die Suche nach der Umzugsfirma ist es ideal, einen Umzugspreisvergleich zu nutzen. Mit dem kostenlosen Rechner kannst Du in ganz Deutschland günstige Umzugsfirmen miteinander vergleichen und für Dich den optimalen Anbieter finden. Achte auf eine frühzeitige Buchung, damit zu Deinem Umzugstag auch wirklich der passende Anbieter mit Kapazitäten zur Verfügung steht. Für ein erstes und unverbindliches Angebot sind nur wenige Angaben nötig, alte und neue Wohnadresse reichen aus.

Umzugsversicherung

Geht beim Umzug etwas zu Bruch, ist das ausgesprochen ärgerlich, Dich davor zu schützen dagegen relativ schwierig. Die Haftpflichtversicherung Deiner Freunde haftet nur in seltensten Fällen für Schäden, die bei Gefälligkeitsdiensten entstanden sind. Besser abgesichert bist Du, wenn Du Deinen Umzug durch eine Spedition durchführen lässt, denn die ist gesetzlich verpflichtet, jeden m³ Transportgut mit 620 Euro abzusichern. Schäden, die darüber hinaus entstehen, wie es zum Beispiel bei wertvollen Antiquitäten oder teuren Musikinstrumenten der Fall sein kann, solltest Du über eine zusätzliche Transportversicherung abdecken.