Der Nachsendeantrag: Alles, was Du dazu wissen musst

Du möchtest bald in eine neue Wohnung umziehen? Dann hast du sicher daran gedacht, alle Freunde und Behörden sowie alle notwendigen Dienstleister über deine neue Adresse zu informieren.

Wirklich alle? Schnell vergisst man den einen oder anderen Ansprechpartner oder hat Personen, zu denen der Kontakt nur sporadisch ist, im Umzugschaos nicht auf dem Schirm. Das kann vor allem bei Mahnungen und eiligen Terminsachen Konsequenzen zur Folge haben.

Ein Nachsendeantrag kann da ganz unkompliziert und für wenig Geld Abhilfe leisten. Beauftrage einfach einen Nachsendeservice und lass dir deine Post ganz bequem und zuverlässig an deine neue Adresse nachliefern.

Wir erklären dir, wie das geht und was du dabei beachten musst.

Wann benötige ich einen Nachsendeauftrag?

Ein Nachsendeservice kann zum Beispiel im Falle eines Umzugs, bei einem Betreuungs- oder Todesfall oder bei einer längeren Abwesenheit aufgrund eines Auslandsaufenthaltes oder einem temporären, berufsbedingten Standortwechsel vonnöten sein.

Es ist keine Pflicht, einen Nachsendeantrag zu stellen. Allerdings bist du dazu verpflichtet, wichtige Behörden und deine Banken, Versicherungen etc. über deine Adressänderung zu informieren.

Solltest du das vergessen und die Post dieser Einrichtungen kann dich nicht erreichen, so musst du im schlimmsten Fall mit Bußgeldern oder anderen Konsequenzen rechnen.

Deshalb ist es empfehlenswert, einen Nachsendeantrag zu stellen. Dieser zeigt dir, wen du bislang noch nicht über die neue Adresse informiert hast und erinnert dich daran, dies schleunigst nachzuholen.

Wo beantrage ich einen Nachsendeservice?

Die meisten Privatleute, aber auch Unternehmen, die umziehen, beauftragen den Nachsendeservice der Deutschen Post AG. Der Service ist sehr zuverlässig und funktioniert in der Regel reibungslos.

Einziger Nachteil: Die Deutsche Post sendet dir nur die Post nach, die auch mit der Deutschen Post verschickt wird.

Schon lange hat die Deutsche Post aber keine Monopolstellung mehr als Postzusteller. Viele regionale Postunternehmen, wie z.B. Citipost, Post Modern, Nordbrief, Pin Mail und viele andere, arbeiten kostengünstiger – und werden deshalb gerne von großen Institutionen und Firmen beauftragt.

Um wirklich sicherzustellen, dass dir die Post sämtlicher, in deiner Region tätigen Postzusteller nachgeliefert wird, kannst du entweder bei jedem dieser Postunternehmen einen Nachsendeantrag  stellen oder aber du entscheidest dich für einen entsprechenden Dienstleister, der dir diese Arbeit gegen eine Gebühr abnimmt.

Online-Anbieter wie zum Beispiel nachsenden.info, nachsendeauftrag.net oder nachsendeauftrag-erstellen.de bieten dir den Komplett-Service an, für dich bei der Deutschen Post AG sowie zwei bis drei weiteren, regionalen Briefdienstleistern einen Nachsendeantrag zu stellen.

Wie stelle ich den Nachsendeantrag?

Einen Nachsendeantrag zu stellen, nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Möchtest du nur den Nachsendeservice der Deutschen Post AG beauftragen, kannst du das auch problemlos am Postschalter machen.

Noch einfacher geht es aber online. Diesen Onlineservice bieten mittlerweile nahezu alle deutschen Postunternehmen an. Du musst lediglich deine neue und deine alte Anschrift, den Grund für den Nachsendeauftrag, das Datum des Nachsendebeginns sowie die gewünschte Dauer der Nachsendung angeben.

Optional können auf Wunsch auch Päckchen und Pakete an deine neue Adresse nachgeliefert werden. Solltest du dich für einen Online-Anbieter, wie zum Beispiel nachsenden.info, nachsendeauftrag.net oder nachsendeauftrag-erstellen.de, entscheiden, der den Nachsendeantrag für dich bei allen entscheidenden Briefdienstleistern einrichtet, dann musst du diese Daten nur einmalig angeben.

Möchtest du den Nachsendeservice auf eigene Faust beantragen, musst du alle entsprechenden Postunternehmen einzeln informieren.

Wann muss ich den Nachsendeantrag stellen?

Damit du wirklich durchgängig erreichbar bist, solltest du den Nachsendeantrag möglichst zwei bis drei Wochen vor deinem Wohnungswechsel beantragen.

Bei einigen Dienstleistern, wie zum Beispiel der Deutschen Post, reicht es auch, wenn du den Nachsendeservice fünf Werktage vor deinem Umzug beauftragst.

Wie lange gilt so ein Nachsendeantrag?

In der Regel kannst du wählen, ob du den Nachsendeservice für sechs Monate, ein ganzes Jahr oder sogar zwei Jahre in Anspruch nehmen möchtest.

Bei Bedarf kann der Nachsendeservice im Anschluss sogar noch verlängert werden.

Gerade auch wichtige Dokumente, wie zum Beispiel Abrechnungen, Infobriefe, Renteninformationen etc., kommen oftmals nur einmal pro Jahr. Deshalb ist es bei einem dauerhaften Wohnungswechsel auf jeden Fall empfehlenswert, den Nachsendeantrag für mindestens 12 Monate zu stellen.

Alle, die z.B. berufsbedingt oder während eines Auslandaufenthaltes nur über einen kürzeren Zeitraum anderweitig wohnen, können natürlich auch eine kürzere Zeitspanne festlegen und den Nachsendeservice jederzeit aufheben.

Was kostet ein Nachsendeauftrag?

Die Kosten für den Nachsendeantrag sind natürlich abhängig von der Dauer und eventuellen Zusatzleistungen wie dem Nachsenden von Päckchen und Paketen und auch davon, ob du den Antrag privat oder für ein Unternehmen stellst. Hinzu kommt, dass jedes Postunternehmen eigene Preise festlegt.

So gibt es einen Nachsendeantrag bei der Deutschen Post AG für 6 Monate ab 19,90 Euro, bei der Post Modern ist ein nationaler Nachsendeantrag für die ersten sechs Monate sogar kostenlos und Citi Post berechnet zum Beispiel für ein halbes Jahr knapp 10 Euro.

Willst du lieber etwas mehr Geld bezahlen, dafür aber weniger Arbeit haben, kannst du die Dienste eines Online-Portals  in Anspruch nehmen, die den Nachsendeservice für dich einrichten.

Bei nachsenden.info bezahlst du zum Beispiel circa 75 Euro für den Nachsendeservice von drei Postzustellern inkl. Umzugsgutscheinen. Nachsendeauftrag.net berechnet dir für diese Dienstleistung ca. 60 Euro.

Alternative: Lagerservice

Gerade für Menschen, die für einen längeren Zeitraum um die Welt reisen wollen, ist es schwer, einen Nachsendeantrag zu stellen, da sich ihre Adresse für einen bestimmten Zeitraum ständig ändern wird.

Wer seine Wohnung für die Dauer des Urlaubs untervermieten möchte oder keine Nachbarn hat, die er darum bitten kann, regelmäßig nach der Post zu schauen, kann einen so genannten Lagerservice in Anspruch nehmen.

Diesen bieten viele Postunternehmen an. Bis zu drei Monate lang lagern sie die Post für dich und schicken sie dir dann zum Wunschtermin gebündelt nach Hause.

Die Kosten sind sehr überschaubar: Für drei Monate zahlst du zum Beispiel bei der Deutschen Post AG als Privatperson 11,90 Euro.

Auf Wunsch – und um Zeit und Nerven zu sparen –kannst du auch in diesem Fall ein Online-Portal damit beauftragen, einen Lagerservice bei sämtlichen regionalen Briefdienstleistern für dich einzurichten.