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Möbel beim Umzug erfolgreich abbauen – So machst Du es richtig!

Ein Umzug ist eine stressige Angelegenheit, die für so manche gerauften Haare, Schweißperlen oder ausgeprägte Zornesfalten verantwortlich sein kann. Doch so sehr man dir das Umzugschaos auch ansehen mag – an deinen Möbeln sollte der Wohnungswechsel spurlos vorübergehen.

Wir zeigen dir, wie du umzugsbedingte Kratzer, ausgefranste Bohrlöcher und ausgeleierte Scharniere an deinen Möbeln vermeiden kannst und was du beim Möbelab- und Aufbau und beim Transport beachten solltest.

Das richtige Werkzeug

Wer seine Möbel beim Auf- und Abbau schonen möchte, der sollte unbedingt vernünftiges Werkzeug zur Hand haben. Wenn du nicht selber einen gut bestückten Werkzeugkasten dein Eigen nennst, dann leihe dir vorm Umzugstag ausreichend Gerätschaften aus.

Mit nur einem Schraubenzieher und Hammer wirst du bei einem Umzug nicht weit kommen.

Denn nicht umsonst gibt es unterschiedliche Schraubengrößen mit Schlitz, Kreuzschlitz & Co. sowie auch unterschiedliche Bohraufsätze.

Nur wenn beispielsweise Schraubenkopf und Schraubendreher von Größe und Form zusammenpassen, können die Schrauben den wiederholten Gebrauch unbeschadet überstehen.

Verwendest du das falsche Werkzeug oder gehst zu grob vor, so kann es passieren, dass der Antrieb der Schrauben beim Möbelaufbau nicht mehr benutzbar ist. Und dann kann es schwierig und zeitaufwendig werden, im Baumarkt einen passenden Ersatz zu finden.

Drehst du außerdem zu fest, läufst du Gefahr, dass das Holz absplittert. Gehe also vorsichtig und gewissenhaft beim Möbelabbau vor und benutze das richtige Werkzeug.

Folgendes Werkzeug ist für einen Umzug unentbehrlich:

  • Akkuschrauber mit verschiedenen Aufsätzen
  • Schraubendreher in verschiedenen Größen
  • Imbusschlüssel in verschiedenen Größen
  • Gummihammer
  • Zange
  • Wasserwaage
  • Bleistift

Außerdem benötigst du Kreppband, um die Möbelstücke zu beschriften, sowie ausreichend Packmaterial wie Decken, Kantenschutz, Noppenfolie etc.

Auf den Abbau möglichst verzichten

Nicht alle Möbelstücke müssen für einen Umzug auseinandergebaut werden. Gerade bei kleineren Möbelstücken, die sich gut transportieren lassen, ist es oftmals möglich, sie an einem Stück in die neue Wohnung zu befördern. Das schont Schrauben, Scharniere und Holzdübel und erspart auch eine Menge Zeit und Arbeit.

Auch bei Antiquitäten empfiehlt es sich oftmals, die Finger vom Abbau zu lassen und so das alte und doch wertvolle Holz zu schonen.

Überprüft vorher, ob die Möbelstücke größentechnisch auch problemlos durch alle Türen und durch das Treppenhaus passen.

Auch wenn die Möbelstücke nicht zerlegt werden müssen, sollten sie alle vor jedem Umzug leer geräumt werden.

So sind sie leichter zu handhaben und können besser getragen werden, außerdem wird die Bruchgefahr deutlich minimiert.

In manchen Fällen, zum Beispiel, wenn die Regalböden nur lose reingelegt werden und nicht verschraubt sind, empfiehlt es sich, auch diese Bretter vor dem Transport herauszunehmen.

So werden sie nicht hin- und hergeruckelt und sorgen so nicht für Abschürfungen und Kratzer. Einfach ein Stück Kreppband auf die Unterseite oder Rückseite der entsprechenden Teile kleben und mit Bleistift beschriften. So können sie von den Umzugshelfern direkt dem entsprechenden Möbelstück zugeordnet werden.

Möbel für den Transport vorbereiten

Niemals sollten Möbelstücke einfach so in den Umzugswagen gestellt werden, denn so sind Kratzer, Dellen und Kerben praktisch vorprogrammiert. Als erstes solltest du alle Griffe abschrauben und die Schlüssel abziehen.

Diese sorgen schnell für unschöne Schrammen, wenn sie auf der Fahrt gegen andere Möbelstücke reiben. Packe alles in eine kleine Tüte und befestige diese mit Kreppband im Inneren des Möbelstücks. Notfalls kannst du die Tüten auch gut beschriften und alle zusammen in einem Karton verwahren.

Alle Türen und Schubladen solltest du mit Kreppband verschließen, damit sie sich während der Fahrt nicht ungewollt öffnen. Spitze Kanten oder Ecken kannst du mit einem speziellen Kantenschutz aus Pappe oder Styropor schützen.

Kleinere Möbelstücke können gut in Packdecken, Luftpolsterfolie oder Noppenfolie eingewickelt werden. Um sich die Arbeit zu erleichtern, kann man große Möbelstücke auf dem Weg zum Umzugswagen gut schieben, statt sie zu tragen.

Filzgleiter sollten unter Möbelstücken sowieso immer ein Muss sein, aber auch diese nutzen sich mit der Zeit ab. Für den Transport empfiehlt es sich deshalb, das Möbelstück auf eine dicke, weiche Decke zu stellen und so über den Boden zu schieben. Das geht vor allem auf Parkett, Laminat und PVC-Boden einwandfrei und schont nicht nur die Möbel, sondern auch den Boden.

Gerade bei großen, wuchtigen Möbelstücken ist es immer ratsam, sich für den Umzug eine helfende Hand zu holen. So sind die Möbel einfacher zu händeln und gerade der Transport durchs Treppenhaus erfolgt ohne schlimme Kratzspuren an Möbel und Wänden.

Möbel richtig transportieren

Große Möbel, die du im Ganzen transportierst, sollten immer gut eingepackt und im Transporter durch Packdecken voneinander getrennt sein, damit sie auf der Fahrt nicht aneinander reiben können.

Auch Pappe, Handtücher oder alte Bettlaken können hier ein guter Schutz sein. Stelle die Möbel mit den großen Flächen aneinander, sprich bei Schränken zum Beispiel die Rückwand an die Rückwand. Das ist nicht nur platzsparend im Umzugswagen, sondern verhindert auch, dass die Möbel ins Wanken kommen können.

Mit Spanngurten kannst du außerdem dafür sorgen, dass die Möbel an Ort und Stelle bleiben. Auch diese sollten aber gepolstert sein, damit sie den Lack durch die Reibung nicht abschmirgeln können.

Möbelskizzen anfertigen

Meistens ist der Aufbau der Möbelstücke schon eine ganze Weile her und gerade bei größeren komplexen Schranksystemen erklärt sich der Aufbau und somit auch der Abbau nicht ganz von alleine. Vielleicht findest du die Aufbauanleitung noch im Internet.

Andernfalls mache dir vor dem Abbau eine genaue Skizze des Möbelstückes. So haben auch deine Umzugshelfer beim späteren Aufbau in der neuen Wohnung eine Orientierungshilfe.

Besonders hilfreich ist es, die einzelnen Teile mithilfe von Kreppband und Bleistift zu nummerieren oder mit Stichpunkten wie „oben“, „unten“, „hinten“ und „vorne“ zu beschriften und die entsprechenden Ziffern in die Skizze mit einfließen zu lassen.

Abbau von oben nach unten

Allein aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich immer, Möbel wie Schränke und Regale von oben nach unten abzubauen. Sonst kann es schnell passieren, dass die Statik und somit die Standsicherheit gefährdet ist. Und ein herunterfallendes Brett kann nicht nur für Kratzer auf eben diesem Brett sorgen, sondern eventuell auch an deinem Kopf.

Während du den Einrichtungsgegenstand langsam nach und nach in seine Einzelteile zerlegst, denke immer gleich daran, herausschauende Schrauben, Haken, Holzdübel etc. herauszuschrauben, um so für den Transport möglichst glatte Oberflächen zu schaffen.

Das ganze Zubehör sammelst du dann wieder in einer Tüte, die du verknotet an eines der Bretter klebst. Im Transporter ist es dann ratsam, die Bretter, die zusammengehören auch zusammen zu befördern. Das erspart Zeit beim Ausladen des Umzugswagens und beim späteren Aufbauen und Einräumen.

Möbelaufbau mit System

Nach dem Transport gilt es, die Möbel in der neuen Wohnung wieder aufzubauen. In welcher Reihenfolge du dabei vorgehen möchtest, liegt natürlich in erster Linie daran, welche Räume du am dringendsten brauchst.

Young Couple Carrying CouchViele beginnen mit der Küche – zum einen, weil dann große Gerätschaften wie Herd und Kühlschrank schon einmal am rechten Platz sind und die Küche auch ein wichtiger Ort in der Wohnung ist.

Zum anderen aber auch, weil dann ein Großteil der Kartons mit Töpfen, Tellern, Lebensmittel und Co. schon einmal von deinen fleißigen Umzugshelfern eingeräumt werden kann, während du dich dem nächsten Zimmer widmest.

Das solltest du allerdings nicht alleine machen. Es ist immer von Vorteil, wenn man Möbel mindestens zu zweit aufbaut.

Oftmals muss nämlich einer die Bretter zusammenhalten, während der andere mit Wasserwaage überprüfen kann, ob auch alles im Lot ist. Wenn man zu zweit aufbaut, kann man außerdem pfleglicher mit den Möbeln umgehen, man kann sie besser greifen und so vorm Herunterfallen schützen.

Logischerweise beginnt man beim Aufbau anders als beim Abbau unten und baut den Einrichtungsgegenstand langsam nach oben hin auf. Viele Möbelstücke lassen sich leichter aufbauen, wenn sie liegen und dann erst später aufgerichtet werden.

Dabei ist es besonders schonend für die Möbel, eine Decke oder einen Teppich unter die entsprechenden Möbelstücke zu legen, wenn man Schrauben eindrehen muss etc. Denn durch den Umzug entsteht viel Staub und Schmutz – und dieser sorgt schnell für feine Kratzer im Lack. Vergiss außerdem nicht, die Möbelstücke anschließend mit Filzgleitern zu versehen.

Tipps bei Kratzer, Flecken und Co.

Manchmal passiert es dann aber doch, dass ein Kratzer in den Lack oder eine Delle ins Holz kommt – gar nicht zwingend beim Umzug, sondern manchmal auch einfach nur durch den täglichen Gebrauch.

So massiv und fest wie es sich anhört, ist Massivholz nämlich in der Regel gar nicht. Schnell kommen hier Dellen in die Holzoberfläche, wenn man nicht aufpasst und mit etwas Hartem dagegen stößt. Kein Grund, gleich Sperrmüll anzumelden.

Mit ein paar einfachen Tricks bekommt man leichte Kratzer, Flecken und Kerben weg. Das Gute an unbehandelten Holzoberflächen ist, dass sich leichte Kratzer vorsichtig herausschleifen lassen.

Bei größeren Dellen und Einkerbungen kann man die Tatsache ausnutzen, dass Holz in Kombination mit Wasser aufquillt. Einfach ein feuchtes Baumwolltuch auf die Delle legen und vorsichtig mit einem warmen (nicht heißen!) Bügeleisen darüber bügeln. Durch das Aufquellen unter Wärmeeinwirkung richten sich die Holzfasern wieder auf und kehren in ihre ursprüngliche Form zurück.

Sind die Kerben etwas tiefer, musst du den Vorgang eventuell einige Male wiederholen. Nach dem Trocknen musst du dann eventuell noch einmal vorsichtig mit sehr feinem Schleifpapier über die entsprechende Stelle schmirgeln.

Kratzer auf lackierten Oberflächen kannst du übrigens mit Möbelpolitur aufpolieren oder du besserst die Makel mit farblich passenden Retuschierstiften, Schuhcreme oder – bei hellen Möbeln – mit Vaseline aus.

Bei Flecken auf dem Holz, zum Beispiel durch Wasser, oder bei Schuhstriemen an Tisch- und Stuhlbeinen helfen einfache Hausmittel wie Radiergummi oder Zahnpasta. So sehen die Möbel schnell wieder aus wie neu und machen auch in der neuen Wohnung eine gute Figur!

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