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House-Sitting: Was genau ist das eigentlich und worauf sollte ich dabei achten?

Ein verlängertes Wochenende lang kostenlos in München wohnen? Für ein paar Wochen mietfrei in einem schicken New Yorker Appartement leben? Einen Monat umsonst auf einem toskanischen Weingut verbringen? Geht nicht?! Doch  – heutzutage schon.

Das Zauberwort heißt „House-Sitting“!

Und das Prinzip des Häuserhütens passt ins heutige Zeitalter, in dem das Miteinander-Teilen, die so genannte „Share Economy“, groß geschrieben wird und sich im Vormarsch befindet.

Car-Sharing, Co-Working und Foodsharing sind in aller Munde und beweisen, dass die Devise bei vielen mittlerweile „Teilen statt Haben“ lautet. Warum also nicht auch mit Häusern?

Das Prinzip des House-Sittings

Das House-Sitting funktioniert folgendermaßen:

Der Hausbesitzer stellt sein Haus für einen bestimmten Zeitraum (z.B. während seines Urlaubes, einer Dienstreise oder eines berufsbedingten Auslandaufenthaltes) mietfrei zur Verfügung; der House-Sitter übernimmt dafür im Gegenzug kleine Arbeiten in Haus und Garten.

Für beide Parteien ist es eine Win-Win-Situation: Der Hausbesitzer weiß, dass sein Haus und eventuell sogar seine Haustiere während seiner Abwesenheit gut versorgt werden und dass die Präsenz des House-Sitters mögliche Einbrecher fernhält; und für den House-Sitter ist es eine günstige Form des Urlaubs, denn er „erarbeitet“ sich seinen Aufenthalt mit kleinen Aufgaben.

Welche Aufgaben hat man als House-Sitter?

In den meisten Fällen suchen Hausbesitzer für die Dauer ihres Urlaubs einen House-Sitter. Aber auch Menschen, die für längere Zeit beruflich ins Ausland müssen, möchten ihr Hab und Gut ungern unbeaufsichtigt lassen.

Oder Häuser stehen zum Verkauf und sollen bis zum Finden eines Käufers gehegt und gepflegt werden, damit sich der Marktwert nicht senkt.

Die Gründe für die House-Sitter-Gesuche sind vielfältig und damit einhergehend auch völlig unterschiedlich in puncto Aufenthaltsdauer – einige Jobs dauern nur ein paar Tage, andere ein paar Monate.

Die meisten Hausbesitzer suchen jemanden, der sich um das Haus kümmert, die Blumen gießt, die Post reinholt und den Garten in Schuss hält und bewässert.

Gerade in südlichen Ländern kann auch die Poolreinigung zu deinen Aufgaben gehören – dafür darfst du ihn im Gegenzug natürlich auch nach Lust und Laune nutzen.

Sind Haustiere vorhanden, gehört natürlich auch die Pflege der Tiere, das Füttern, Gassigehen etc. zu den Aufgaben.

Manchmal möchte der Hausbesitzer auch über die Post auf dem Laufenden gehalten werden oder hat kleine Post- und Botengänge für dich. Viele wollen aber einfach nur, dass das Haus bewohnt aussieht und damit mögliche Einbrecher abgeschreckt werden – in diesem Fall handelt es sich oftmals um Villen und andere Luxus-Objekte.

Wichtig ist es, dass man vor dem House-Sit klare Absprachen trifft und sich die zu erledigenden Aufgaben genau erklären lässt, damit es später nicht zu Unstimmigkeiten kommt.

In einigen Fällen, gerade bei größeren Anwesen, bei denen die Gartenarbeit viel Zeit in Anspruch nimmt, kann es sein, dass man als House-Sitter eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Arbeiten bekommt.

Was kostet House-Sitting?

House-Sitter-Jobs laufen im besten Fall über Mund-zu-Mund-Propaganda – in den meisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall. Die Mehrheit der Interessierten sucht und findet die House-Sitter-Inserate im Internet, bei uns in Deutschland zum Beispiel auch über Ebay Kleinanzeigen.

Die meisten vielversprechenden Angebote finden sich allerdings auf zahlreichen House-Sitter-Portalen, auf denen man sein Profil hochladen und sich anschließend auf die Inserate bewerben kann. Allerdings nur, wenn man auch Mitglied ist. Erst nach dem Bezahlen der jährlichen Mitgliedsgebühr wird man in die Datenbank der Plattformen aufgenommen und kann sich auf die Jobs bewerben.

Die Mitgliedsbeiträge liegen zwischen 20 und 100 Euro pro Jahr – Beträge also, die man schnell durch das Einsparen der Mietkosten wieder wett hat. Die bekanntesten Plattformen sind trustedhousesitters.com, housecarers.com, mindmyhouse.com oder caretaker.org.

Wo kann man auf Häuser aufpassen?

Besonders beliebt ist House-Sitting in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland sowie in vielen europäischen Mittelmeerländern. Dort ist es bereits seit Jahren gang und gäbe. In Deutschland hingegen ist es noch relativ unbekannt.

Zwei Punkte müssen auf einen Hausbesitzer, der sein Haus zum House-Sitting anbietet, zutreffen:

1. Er muss Vertrauen in fremde Menschen haben, weltoffen und großzügig sein.

2. Er muss es sich leisten können, sein Haus zu verlassen, sprich in den Urlaub fahren zu können.

Punkt 1 erklärt zumindest teilweise, warum House-Sitting bei uns Deutschen erst so langsam in Mode kommt. So gastfreundlich die meisten Deutschen auch sind, so ist es vielen doch zu intim, Fremde alleine in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu lassen.

Punkt 2 erklärt, warum House-Sitting vor allem in wirtschaftlich starken Ländern praktiziert wird. Experten vermuten, dass House-Sitting aber auch in Europa in den nächsten Jahren immer populärer werden wird.

Immer weniger Menschen haben noch Familienmitglieder in der gleichen Stadt, die sie im Falle eines Urlaubs darum bitten können, sich um Post und Blumen zu kümmern. Und immer mehr Menschen fühlen sich sicherer in dem Wissen, dass ihr Haus während ihrer Abwesenheit nicht leer steht.

Welche Voraussetzungen sollte man als House-Sitter erfüllen?

Die wichtigste Voraussetzung für einen House-Sitter ist Zuverlässigkeit. Schließlich überlässt dir jemand über einen bestimmten Zeitraum sein Haus und eventuell auch seine Haustiere und möchte, dass du dich während der Abwesenheit ordentlich darum kümmerst.

Deshalb spielt die Sympathie zwischen dem Hausbesitzer und dem House-Sitter auch die entscheidende Rolle.

Nur jemandem, der dir sympathisch ist und dem du vertraust, überlässt du auch deinen Haustürschlüssel.

Deshalb ist es für einen House-Sitter natürlich wichtig, sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Sehr gute Referenzen von vorherigen House-Sitter-Jobs (hier kannst du auch Freunde, deren Haus du mal gehütet hast, um ein Referenzschreiben bitten) und vor allem ein nettes, aussagekräftiges und seriöses Anschreiben an den Hausbesitzer kann hier im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor öffnen.

Je nachdem, ob du dich „nur“ ums Haus oder auch um den Garten oder die Haustiere kümmern musst, kann es außerdem von Vorteil sein, wenn man sich etwas mit Gartenpflege und mit Tieren auskennt. Viele Hausbesitzer verlangen außerdem die Vorlage eines einwandfreien polizeilichen Führungszeugnisses und eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung.

Kann man auch als Paar oder Familie Häuser hüten?

Auf jeden Fall – gerade als Paar hat man oftmals bessere Chancen, weil man reifer und verantwortungsbewusster wirkt als Singles. Außerdem ist auch Hausbesitzern klar, dass zwei Leute Haus und Garten besser behüten und pflegen können als eine alleinstehende Person.

Dabei spielt aber natürlich auch die Größe der Wohnung oder des Hauses eine Rolle – nicht jedes Appartement eignet sich für zwei Personen oder gar für eine ganze Familie. Gerade aber auch Familien mit Kindern suchen manchmal Haushüter, die ebenfalls Kinder mitbringen.

Meistens handelt es sich dann um größere Anwesen oder Bauernhöfe, auf denen jede helfende Hand gebraucht wird. Die meisten Hausbesitzer geben in ihrem Inserat direkt an, ob sie sich einen Single, ein Paar oder eine ganze Familie als House-Sitter wünschen.

Wie finanziert man das House-Sitting?

Das House-Sitting wird in der Regel nicht bezahlt. Der House-Sitter darf mietfrei in dem Haus wohnen, muss allerdings häufig für die Nebenkosten aufkommen. Das kann man sich während seines Urlaubs gut leisten bzw. in diesem Fall darf man sich sogar an dieser kostengünstigen Art des Reisens erfreuen.

Viele House-Sitter-Jobs erstrecken sich aber über einen längeren Zeitraum von mehren Wochen oder gar Monaten und eignen sich somit nur für Globetrotter oder für Leute, die keinen geregelten Büroalltag haben.

Vor allem Freelancer ersetzen ihr Home-Office gerne durch einen Schreibtisch in fremden Städten oder Ländern.

Sie arbeiten unter malerischer Kulisse und lassen sich von den neuen Eindrücken inspirieren – ohne dass sich an ihrem Kontostand etwas zum bisherigen Leben verändert. Auch für alle, die offen sind für Gelegenheitsjobs ganz nach dem Prinzip des „Work & Travel“, bieten sich hier viele Möglichkeiten.

Für alle anderen hat Goethe es auf den Punkt gebracht: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ Es muss ja nicht immer das Ausland sein. Auch Deutschland hat schöne Ecken und ansprechende House-Sitter-Angebote. So sparst du dir die teuren Anreisekosten und erlebst auch bei den Lebenserhaltungskosten keine bösen Überraschungen.

Was ist beim Haushüten noch zu beachten?

Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und dich fürs House-Sitting interessierst, überstürze nichts und melde dich nicht gleich auf jeder der oben genannten Internet-Plattformen an. Das würde nämlich bedeuten, dass du für jedes Portal Mitgliedsgebühren bezahlen musst – und dann rechnet sich das mietfreie Wohnen am Ende auch nicht mehr.

Schau dir die Internetseiten in Ruhe an, überlege, welcher Zeitraum und welches Land für dich in Frage käme und dann suchst du dir das Portal heraus, das dich am meisten anspricht. Wenn du dann ein interessantes House-Sitting-Angebot gefunden und dich erfolgreich dafür beworben hast, dann sei dir deiner Verantwortung bewusst.

Der Hausbesitzer verlässt sich darauf, dass du für den abgesprochenen Zeitraum sein Haus hütest, vielleicht nur für ein paar Tage, vielleicht aber auch für ein paar Monate. Du kannst nicht einen Tag später kommen, weil der Flug dann günstiger war und du kannst auch nicht zwei Wochen eher abreisen, weil du ein verlockendes Jobangebot bekommen hast.

Und auch eine Unterbrechung des House-Sits, weil du selber für ein paar Tage woanders Urlaub machen möchtest, geht in der Regel nicht. House-Sitting hat sehr viel mit Zuverlässigkeit zu tun – und ist in erster Linie Vertrauenssache. Wer sich dieser Verantwortung bewusst ist, dem steht für eine glückliche „Karriere“ als House-Sitter nichts mehr im Wege!

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