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Mit Aquarium umziehen: 6 Schritte zum unfallfreien Umzug

Ein Wohnungswechsel mit einem Aquarium ist eine ziemliche Herausforderung.

Damit der Umzug für deine Fische nicht zum Sprung ins kalte Wasser wird, gibt es einiges zu beachten.

Da es sowohl für das gläserne Behältnis als auch für die Fische viel zu riskant wäre, einfach das gefüllte Aquarium in den Transporter zu stellen, bedarf der Umzug einer zeitaufwendigen Vorbereitung und vor allem auch einer geeigneten Ausrüstung.

Wir erklären dir, was du bedenken musst und wie du den Umzug Schritt für Schritt über die Bühne bringst.

Das richtige Equipment

Schon ein paar Tage vor dem Umzug solltest du dir die geeignete Ausrüstung in einem Baumarkt oder im Zoofachhandel besorgen, damit du dann am Umzugstag auch bestens ausgestattet bist. Für den Transport der Fische benötigst du entweder große und stabile Kühlboxen oder so genannte Fischtransportbeutel mit Gummibändern zum Verschließen.

Liegt die neue Wohnung recht weit entfernt, so dass der Transport mehrere Stunden lang dauern wird, dann kann es sein, dass du zusätzlich noch eine Sauerstoffflasche mit Druckminderer benötigst.

Lass dich am besten im Zoohandel von einem Fachmann beraten – denn der Sauerstoffverbrauch hängt auch von der Größe und Rasse deiner Fische ab. Außerdem brauchst du noch eine Styroporbox, in der die mit Fischen, Wasser und Luft gefüllten Fischtransportbeutel transportiert werden.

Für die Wasserpflanzen in deinem Aquarium brauchst du ebenfalls Fischtransportbeutel oder auch stabile Mülltüten. Die Bodenbedeckung, wie zum Beispiel Kieselsteine, kannst du gut in verschließbaren Kunststoffboxen oder Eimern transportieren – ein paar Eimer solltest du sowieso parat haben.

Am stressfreisten ist es für die Fische, wenn du möglichst viel altes Wasser aus dem Aquarium mitnimmst. Besorge dir dafür zum Beispiel Wasserkanister aus Kunststoff. Für das Aquarium selber benötigst du ausreichend Umzugsdecken, Schutzfolien oder

Pappen, damit beim Transport keine Risse und Kratzer im Glas entstehen oder es im schlimmsten Fall sogar zu Bruch geht. Gepolsterte Gurte und eine Antirutschmatte fixieren das Schwergewicht während der Fahrt.

Fische auf den Umzug vorbereiten

Wenn du alles besorgt hast, geht es darum, die Fische auf den Umzug vorzubereiten. Ein Umzug bedeutet für die Tiere großen Stress. Nur gesunde Fische werden so einen Wohnungswechsel unbeschadet überstehen. Damit deine Fische ein kräftiges Immunsystem haben und beim Umzug Nerven bewahren, solltest du sie vor dem Umzug möglichst abwechslungsreich füttern.

Die Zugabe von geeigneten Vitaminpräparaten macht die Tiere zusätzlich stärker und belastbarer.
48 Stunden vor dem Umzug sollten sie das letzte Mal gefüttert werden, damit sie dann beim Transport möglichst wenige Ausscheidungen haben und dadurch das Wasser in den Transportbeuteln nicht übermäßig verschmutzen.

Das Aquarium Schritt für Schritt entleeren

Die Zeit außerhalb des Aquariums sollte für die Fische möglichst kurz sein. Deshalb solltest du auch erst am Umzugstag damit beginnen, das Aquarium zu entleeren. Wenn du das ruhig und gründlich machst, kann das durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Diese Zeit solltest du dir nehmen, damit Tiere und Pflanzen den Wohnungswechsel unbeschadet überstehen.

Schritt 1: Pflanzen und Deko entfernen

Beginne damit, die Pflanzen vorsichtig aus dem Aquarium zu entfernen und sorgfältig in Plastiktüten zu verpacken. Die Pflanzen müssen nicht im Wasser transportiert werden, sollten aber mit ausreichend Aquariumswasser feucht gehalten werden.

Bei Bedarf kannst du auch direkt einige Wurzeln kürzen oder verwelkte Stiele abschneiden. Anschließend kannst du – wenn vorhanden – die Dekoration aus dem Aquarium nehmen, abtrocknen und verpacken.

Die Ziergegenstände benötigen natürlich kein Wasser, sollten aber dennoch während des Transports nicht im Aquarium bleiben, da sie bei der Fahrt ins Schleudern kommen und dadurch das Aquarium beschädigen könnten.

Schritt 2: Fische richtig transportieren

Anschließend sind die Fische an der Reihe. Versuche, die Fische in ruhigen Bewegungen mithilfe eines Messbechers zu fangen, so dass sie nicht gestresst werden. Sie sollten sich möglichst kurz in den Transportbeuteln befinden, da der Sauerstoffgehalt darin knapp bemessen ist.

Sollte der Abbau und die Reinigung des Aquariums einige Zeit in Anspruch nehmen, dann bringe die Fische vor dem Transport vorübergehend in großen Eimern oder Wannen unter. Ganz wichtig: Die Fische müssen unbedingt in ihrem gewohnten Aquariumswasser bleiben!

Beim Verpacken der Fische in die Fischtransportbeutel musst du unbedingt darauf achten, dass nur solche Fische zusammen verpackt werden, die sich auch gut verstehen. Welse zum Beispiel sondern bei Stress Gifte ab, auf die die anderen Fische negativ reagieren können; sie müssen also unbedingt separat verpackt werden.

Lass dir im Zoohandel unbedingt zeigen, wie du die Fischtransportbeutel richtig mit Sauerstoff füllen kannst. Das Verhältnis von Wasser und Luft im Beutel sollte im geschlossenen Zustand bei 1:2 liegen – es befindet sich also deutlich mehr Luft in den Beuteln als Wasser.

Gerade bei Fischen mit spitzen Flossen sollte man zur Sicherheit noch einen zweiten Beutel über den ersten stülpen und diesen ebenfalls gut mit einem Gummiring verschließen. Die gefüllten Fischtransportbeutel werden dann quer zur Fahrtrichtung in eine Styroporbox gelegt.

Der Vorteil dieser Boxen ist zum einen, dass sie mit einem Deckel verschlossen werden und die Dunkelheit auf die Fische beruhigend wirkt. Zum anderen wirkt Styropor wärmeisolierend – das ist besonders bei einem Umzug im Sommer oder auch im Winter von Bedeutung, damit die Fische keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Schritt 3: Filter entfernen

Sind die Fische alle sicher verpackt, kannst du anschließend den Filter verpacken. Auch dieser sollte feucht in einer Plastiktüte verpackt werden – natürlich ohne Stecker. Auch wenn die Versuchung groß ist, solltest du ihn nicht reinigen, denn die Mikroorganismen, die sich an ihm befinden, sind wichtig für die Fische.

Nutze den Umzug, um alle Schläuche zu kontrollieren und tausche spröde oder rissige Exemplare direkt aus. Damit das Aquarium in der neuen Wohnung möglichst schnell funktionsfähig ist, packe den Filter in einen Karton, der erst ganz am Ende im Transporter verstaut wird, so dass du schnell wieder daran kommst.

Schritt 4: Wasser abfüllen

Das Wasser im Aquarium ist der gewohnte Lebensraum für die Fische. Wasser ist nicht gleich Wasser. Auch wenn du eine Filteranlage hast, so befinden sich dennoch unzählige Mikroorganismen in dem Wasser, die für die Gesundheit der Fische wichtig sind.

Am stressfreisten ist es deshalb für die Tiere, wenn du möglichst viel des alten Wassers mitnimmst. Das kannst du gut in großen Wasserkanistern machen. Befindet sich nach dem Umzug jedoch nicht mehr ausreichend Wasser im Aquarium, so kannst du es natürlich auffüllen.

Dafür solltest du aber nur Wasser benutzen, das bereits seit 24 Stunden in Eimern abgestanden hat und das kalt aus dem Wasserhahn kam (warmes Wasser kann Kupfer enthalten). Füge immer nur kleine Mengen auf einmal hinzu, damit sich die Tiere nach und nach an das neue Wasser gewöhnen können.

Schritt 5: Das Aquarium reinigen und verpacken

Den Bodengrund solltest du vorsichtshalber ebenfalls vor dem Transport entfernen.

Du kannst die Kieselsteine, den Sand etc. einfach feucht in einen Eimer umfüllen und das Aquarium dann in der neuen Wohnung wieder damit befüllen.

Wenn das Aquarium nun vollständig entleert ist, kannst du die Gunst der Stunde nutzen, um das Glas gründlich mit warmen Wasser (ohne Seife!) von Algen und Schmutz zu befreien.

Für den Transport solltest du es sehr gründlich verpacken. Besonders geeignet sind weiche, dicke Packdecken, Styropor oder Luftpolsterfolie, da diese keine Kratzer auf dem empfindlichen Glas hinterlassen.

Ein Aquarium ist schwer! Wenn du keine Umzugsfirma für deinen Umzug beauftragt hast, dann organisiere auf jeden Fall noch zwei bis drei Helfer, damit ihr das Aquarium unbeschadet durch das Treppenhaus bekommt. Das Aquarium sollte erst ganz zum Schluss in den Möbelwagen gestellt werden, damit es auch zuerst wieder ausgeladen und schnell wieder angeschlossen wird.

Stelle es am besten auf eine Antirutschmatte, damit es während der Fahrt nicht ins Wanken gerät. Zusätzlich ist es ratsam, es mit gepolsterten Spanngurten im Transporter zu fixieren. Übrigens sind Haustiere selten über eine Umzugsfirma mitversichert.

Am besten wird die Styroporbox mit den Fischen in einem privaten Pkw zur neuen Wohnung kutschiert – verzögert sich der Transport dann, weil man unerwartet im Stau feststeckt etc., dann kommt man schnell an die Fische heran und kann sie notfalls mit Sauerstoff versorgen.

Schritt 6: Das Aquarium neu einrichten

Ist das Aquarium in der neuen Wohnung angekommen, so sollte es möglichst schnell angeschlossen werden. Bedecke zuerst den Boden mit den Kieseln. Jetzt kannst du das mitgebrachte Altwasser wieder einfüllen und eventuell mit etwas abgestandenem Wasser auffüllen.

Als nächstes sind die Pflanzen und die Dekoobjekte an der Reihe. Anschließend kannst du den Filter wieder einsetzen und die Schläuche und Kabel verlegen.

Erst ganz zum Schluss dürfen die Fische in ihr neues Zuhause. Muss eine ganze Menge frisches (abgestandenes) Wasser ins Aquarium, dann sollten die Fische erstmal in einem Eimer oder in einer Wanne zwischenstationiert werden.

Dort werden sie nach und nach an die neue Wasserqualität gewöhnt, indem das Wasser im Eimer Schritt für Schritt an die Bedingungen im Aquarium angeglichen wird. In den Tagen nach dem Umzug sollte die Wasserqualität täglich überprüft werden – ebenso wie das Wohlbefinden der Tiere.

Am Umzugstag brauchst du die Fische nicht zu füttern, da sie erfahrungsgemäß nach so viel Stress nichts fressen werden.

Der richtige Platz fürs Aquarium

An welcher Stelle ist eigentlich der beste Platz für dein Aquarium? Fische mögen es gerne ruhig und eintönig – Lärm, Bewegung und Erschütterungen können sie stressen. Deshalb wird nicht jeder Ort in deiner neuen Wohnung der perfekte Platz für sie sein.

Zuallererst gilt es zu bedenken, dass ein mit Wasser gefülltes Aquarium sehr schwer ist. Das muss sowohl der Boden als auch der Unterschrank aushalten können.

Es empfiehlt sich deshalb, dieses Schwergewicht immer an einer tragenden Wand und möglichst auf einem massiv gebauten Schrank oder Regal zu positionieren. Ein Standort an einer Wand bietet den Fischen außerdem die Möglichkeit, sich in dunkle Ecken zurückzuziehen.

Fische mögen keine Temperaturschwankungen, deshalb sollten sie weder direkter Sonneneinstrahlung noch der Wärme von einer Heizung oder einem Kamin ausgesetzt sein.

Wichtig ist natürlich auch, dass eine Steckdose für die Filteranlage in der Nähe ist, damit das herumliegende Kabel nicht zur Stolperfalle wird – das kann gerade bei einem Aquarium schlimme Folgen haben. Wenn du einen Platz gefunden hast, der all diesen Anforderungen gerecht wird, dann werden sowohl du als auch deine Fische sich in den neuen vier Wänden sicher schnell heimisch fühlen.

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