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8 Tipps für ein stressfreies WG-Leben

In Deutschland leben circa 4,5 Millionen Menschen in Wohngemeinschaften. Einige mit Freunden, andere mit Fremden; einige zu zweit, andere zu zehnt; einige als reine Zweck-WG, andere als gesellige Gemeinschaft. Und einige sind charakterlich besser dafür geschaffen als andere …

Wer in einer WG lebt, braucht in der Regel viel Kompromissbereitschaft, Offenheit und Toleranz.

Denn nicht immer ist es leicht, mit anderen – oftmals völlig fremden – Menschen zusammen zu leben.

Stundenlang blockierte Badezimmer, schmutziges Geschirr in der Küche, lautstarke Küchen-Sit-in vor der Prüfung und natürlich die Tatsache, dass man selten mal seine Ruhe hat.

Bei aller Freude über die Geselligkeit, kann einen so ein WG-Leben manchmal ganz schön Nerven kosten. So spießig es auch erscheinen mag: Für ein stressfreies und fröhliches Miteinander in einer Wohngemeinschaft sind einige Regeln unentbehrlich.

Wir geben dir Tipps, wie du gut mit deinen Mitbewohnern auskommen kannst und wie ein harmonisches Zusammenleben in einer WG funktionieren kann.

Die Vorteile einer Wohngemeinschaft

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür,  zusammen mit anderen in Wohngemeinschaften zu leben. Vor allem junge Leute, die nach dem Schulabschluss aus dem Elternhaus ausziehen, aber auch viele Singles nutzen diese angesagte Art der Wohnform.

Vor allem für Studenten ist die Wohngemeinschaft zum Standardmodell geworden – circa 35 Prozent der Studenten lebt in WGs. Ein deutlicher Vorteil ist natürlich die geteilte Miete.

Ein WG-Zimmer ist in der Regel wesentlich kostengünstiger als eine eigene Wohnung, bietet dabei aber mit einem eigenen Zimmer plus gemeinsam genutzten Badezimmer, Küche und eventuell sogar Wohnzimmer deutlich mehr Wohnraum als ein preislich etwas teureres 1-Zimmer-Appartement.

Wer alleine aus Kostengründen in eine WG zieht, wird vermutlich eine reine Zweck-WG gründen und sich nicht viel aus dem zweiten großen Vorteil einer Wohngemeinschaft machen. Dieser lautet: Geselligkeit. Gerade in einer neuen Stadt lernt man in einer Wohngemeinschaft direkt neue Leute kennen, findet problemlos Anschluss und lebt in einer Gemeinschaft – für viele ist die WG damit ein wichtiges soziales Netzwerk.

Das sieht man zugleich daran, dass auch Senioren-WGs und Business-WGs unter Menschen, die sich problemlos alleine eine Wohnung leisten könnten, immer beliebter werden. Wohngemeinschaften bieten Unterhaltung, gegenseitige Unterstützung und viel Spaß – vorausgesetzt, man hält sich an ein paar grundlegende Regeln.

1. Tipp: Eine passende Wohnung finden

Wenn du nicht in eine bestehende WG einziehen, sondern eine eigene gründen möchtest, ist es wichtig, eine WG-taugliche Wohnung zu finden.

Neben der Frage, ob die Wohnung bezahlbar und der Vermieter mit einer WG einverstanden ist, stellt sich die Frage, ob sich die Wohnung auch für eine Wohngemeinschaft eignet.

Ein Durchgangszimmer zum Beispiel ist in einer WG ein absolutes Tabu. Im besten Fall sollten alle WG-Zimmer in etwa gleich groß sein und der Balkon und die Terrasse sollten – falls überhaupt vorhanden – vom gemeinsamen Wohnzimmer oder der Küche aus zugänglich sein. Je mehr Mitbewohner in der WG leben, desto  wichtiger ist es auch, dass ausreichend Toiletten und Duschen vorhanden sind.

Rechtlich sicherer ist es übrigens, wenn alle WG-Mitglieder im Vertrag stehen und somit auch alle für mögliche Schäden haften müssen. Einige Vermieter möchten aber einen Hauptmieter, der dann wiederum mit den anderen Mitbewohnern Untermietverträge abschließt.

2. Tipp: Gleich und gleich gesellt sich gerne

Wenn du dir Leute für eine Wohngemeinschaft suchst oder potenzielle neue Mitbewohner kennenlernst, solltest du darauf achten, ob ihr euch auf einer Wellenlänge befindet. Selbst bei einer Zweck-WG kann es hilfreich sein, wenn man ungefähr den gleichen Lebensstil, Ordnungssinn und Musikgeschmack hat.

Ein Eigenbrötler wird vermutlich nicht mit einem Partyhengst warm, und jemand, der sehr geräuschempfindlich ist, tut sich keinen Gefallen damit, mit einem Schlagzeuger zusammenzuziehen.

Menschen, die sehr ordnungsliebend sind, fällt ein WG-Leben oftmals eh sehr schwer – es sei denn, sie finden einen Menschen, der diese Ordnungsliebe teilt. Auch ein großer Altersunterschied, politisch völlig unterschiedliche Positionierungen und total verschiedene Tagesrhythmen können für Unstimmigkeiten sorgen.

Entscheide selber, wie offen du in deinen Weltansichten bist und wie kompromissbereit du  deinen Mitbewohnern gegenüber sein möchtest.

Natürlich können Menschen mit völlig anderen Erfahrungen und Lebenseinstellungen auch inspirierend sein – dann gilt für dich vielleicht die Gegenthese: Gegensätze ziehen sich an! Wie auch immer du dich entscheidest: Lass dir Zeit bei der Wahl deiner Mitbewohner!

3. Tipp: Kompromissbereit sein

Ganz unabhängig davon, ob du und deine Mitbewohner euch ähnelt oder völlig unterschiedlich seid: Kompromisse muss man in jeder Gemeinschaft und somit auch in jeder WG eingehen.

Wer immer nur sein Ding machen möchte und nicht bereit dazu ist, auf andere und ihre Ideen und Vorstellungen einzugehen, der wird sich in einer WG keine Freunde machen. Auch wenn du der Hauptmieter und deine Mitbewohner „nur“ Untermieter sind, kannst du nicht alleine alle Regeln des Miteinanders festlegen – damit würdest du deine Mitbewohner in Windeseile vergraulen.

Versuche deshalb, Kompromisse einzugehen. Das gilt fürs Fernsehprogramm ebenso wie für die Ordnung in den Gemeinschaftsräumen. Wenn du und deine Mitbewohner merkt, dass die Spanne zu groß ist oder dass immer nur eine Partei nachgibt, müsst ihr für diese Punkte bestimmte Regeln aushandeln.

4. Tipp: Rücksicht nehmen

Dein Mitbewohner hat morgen eine wichtige Prüfung oder ein Vorstellungsgespräch? Dann solltest du aus Rücksicht auf ihn, am Vorabend keine Freunde zu euch einladen.

Deine Mitbewohnerin ist Vegetarierin? Dann lege deine Wurst im Kühlschrank nicht direkt auf ihren Käseteller.

Wer in einer Wohngemeinschaft lebt, muss auch auf die Bedürfnisse seiner Mitbewohner eingehen und Rücksicht nehmen – anders kann ein harmonisches Miteinander nicht funktionieren.

Dabei geht es nicht darum, die Grenzen auszutesten, ganz nach dem Motto „solange sich niemand beschwert, mache ich weiter“. So wird aus einer Traum-WG schnell ein Albtraum mit lauter Egoisten.

Bedenke immer, dass die Wohnung nicht nur dein, sondern auch das Zuhause deiner Mitbewohner ist. Jeder soll sich dort wohlfühlen – und das geht nicht, wenn du jeden Tag die Musik laut aufdrehst, mit den Türen knallst oder ständig deine Freunde einlädst.

5. Tipp: Feste Absprachen treffen

Kommunikation ist das A und O beim Zusammenleben. Setzt euch zusammen und überlegt euch, wie ihr euch das WG-Leben vorstellt:

Wollt Ihr zum Beispiel eine Gemeinschaftskasse für Toilettenpapier, Gewürze und Co.? Wollt Ihr jeden Abend gemeinsam kochen oder macht in der Küche jeder sein eigenes Ding? Darf deine Mitbewohnerin deinen Föhn benutzen und du im Gegenzug ihren Toaster?

Gerade in einer WG macht es Sinn, sich einige Sachen und auch Arbeiten zu teilen. Aber nichts ist ärgerlicher, als wenn man sich auf dem Heimweg von der Arbeit schon auf den restlichen Auflauf von gestern freut, der dann aber schon vorher ungefragt vom Mitbewohner verspeist wurde. Oder wenn man kochen möchte, aber der ganze Herd dank des Mitbewohners noch einem Schlachtfeld gleicht.

Klärt genau, was ihr gemeinsam und getrennt machen wollt. Natürlich ist dabei immer ein gewisses Maß an Spontanität gefragt, denn Events wie eine gemeinsame Kochaktion oder ein netter DVD-Abend machen eine WG ja auch aus.

6. Tipp: Kosten klären

Klärt vor dem Zusammenziehen, wie ihr die Kosten unter euch aufteilen wollt:

Wollt ihr die Miete nach den Quadratmetern der einzelnen Zimmer berechnen? Wie wollt ihr den Stromverbrauch etc. aufteilen? Geht ihr abwechselnd einkaufen?

people-woman-coffee-meetingBei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf – damit das nicht eintrifft, helfen klare Absprachen.

Viele WGs haben ein Gemeinschaftskonto, auf das jedes WG-Mitglied seine Miete nebst Nebenkosten sowie einen bestimmten Betrag für gemeinsame Aktivitäten, geteilte Lebensmittel, Putzutensilien, Reparaturen etc. einzahlt.

Diese Lösung ist für viele die einfachste und erspart dir, ständig alles gegeneinander aufzurechnen. Denkbar wäre aber auch, dass Ihr ein Haushaltsbuch führt, in das jede/r einträgt, was für die Gemeinschaft gekauft wurde, und dann verrechnet Ihr die kompletten Ausgaben am Monatsende.

7. Tipp: Routine entwickeln

Wenn man zusammen lebt, stellt sich schnell ein Rhythmus ein. Und das ist gut so, denn dadurch entsteht eine Routine, die oftmals sehr hilfreich ist.

Das beste Beispiel ist das morgendliche Aufstehen. Niemand möchte unnötig zu früh aus dem Bett, aber plant man die Zeit zu knapp ein und steht dann plötzlich vor verschlossener Badezimmertür, kommt man womöglich zu spät zur Arbeit. Oftmals macht es deshalb Sinn, sich einen einigermaßen festen Rhythmus zuzulegen.

Wer zuerst aus dem Haus muss, darf beispielsweise auch zuerst ins Bad. Auch beim Müllrausbringen, beim Kochen und beim Putzen kann sich so eine Routine einstellen, die allen das Leben erleichtert und planbarer macht.

8. Tipp: Putzplan erstellen

Apropos Putzen: Ja, ein Putzplan ist so ungefähr das Spießigste, was man sich vorstellen kann – aber auch extrem hilfreich. Denn das Thema Putzen ist wohl das Streitthema Nummer 1 in nahezu allen Wohngemeinschaften.

Mit einem Putzplan ist zum einen für regelmäßige Ordnung und Sauberkeit gesorgt und zum anderen wird die Arbeit gerecht verteilt.

Viele WG-Bewohner klagen darüber, dass sie viel häufiger putzen als ihre Mitbewohner. Und das hat ganz triviale Gründe: In einer WG leben Putzmuffel und Ordnungsfanatiker Tür an Tür. Einigen ist Sauberkeit einfach wichtiger als anderen. Doch das kann natürlich nicht bedeuten, dass diejenigen, die pingeliger sind, deshalb auch öfter putzen müssen.

Ein Putzplan regelt ganz klar, wann wer für welchen Raum zuständig ist oder an welchem Tag in der Woche gemeinsam geputzt wird. Und das ist ja schließlich auch ein großer Vorteil einer WG: Man muss bei weitem nicht so viel putzen, als wenn man alleine wohnen und somit auch alleine für die Sauberkeit verantwortlich wäre.

An einem Strang ziehen

Ein Auszug aus Hotel Mama und ein Einzug in eine WG klingt nach Freiheit, neuen Erfahrungen und Selbstständigkeit. Das ist es auch, denn anders als im Elternhaus darfst du die Regeln nun maßgeblich mitgestalten und dir zusammen mit deinen Mitbewohnern ein schönes Zuhause schaffen.

Und dennoch funktioniert diese neue Lebensform nicht ohne Kompromisse, Rücksichtnahme und eben auch die Einhaltung gewisser Grundsätze. Gerade auch für Erwachsene, die vorher lange alleine und damit nach ihren eigenen Regeln gelebt haben, ist das WG-Leben eine ganz schöne Umstellung.

Dabei ist es gar nicht schwer: Wenn man seinen Mitbewohnern mit Einfühlungsvermögen und Respekt begegnet, steht einem harmonischen, freundschaftlichen Zusammenleben nichts mehr im Weg. Und dann kannst du die Vorteile des WG-Lebens auch in vollen Zügen genießen!

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